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Euro 6 kommt Autofahrer teuer zu stehen

Von: amv
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Düsseldorf . Ab September gilt die neue, strengere Abgasnorm Euro 6 und damit müssen insbesondere Diesel-Fahrer tiefer in ihr Portemonnaie greifen. Doch auch bei Benzinern könnte es deutlich teurer werden. Nach Schätzungen des Automobilzulieferer Faurecia werden die Kosten für Abgassysteme bei Diesel-Pkw um rund 50 Prozent steigen.

Der Autoclub ACE rechnet zudem durch die Neuregelung der Abgasuntersuchung voraussichtlich ab 2015 mit einem Anstieg der Prüfkosten um zehn Euro. Das berichten die VDI Nachrichten in Düsseldorf in ihrer neuen Ausgabe. Die verschärften Bestimmungen gelten ab 1. September 2014 für die Typzulassung und ab 1. Januar 2015 für die Zulassung und den Verkauf von neuen Fahrzeugtypen, entsprechend einer Verordnung (EG - 715/2007) des Europäischen Parlaments.

Ihr Schwerpunkt liegt auf den Partikel- und Stickstoffoxidemissionen (NOx) insbesondere von Dieselkraftfahrzeugen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Abgassysteme für Euro 6, verglichen mit denen für Euro 5, um etwa 50 bis 60 Prozent verteuern werden", sagte Klaus Spindler, Leiter der Vorentwicklung bei Faurecia den VDI nachrichten. Sollten die Hersteller diese Kosten an die Autokäufer weiterreichen, könnte das erhebliche Mehrkosten mit sich bringen. Hintergrund: Euro 6 senkt den zulässigen Ausstoß von Stickoxiden von 180 auf 80 Milligramm (mg) pro Kilometer. Entsprechend hoch ist der konstruktive Aufwand. Bei Lastwagen, bei denen bereits strengere Grenzwerte gelten, schätzt Faurecia die Mehrkosten auf rund 10.000 Euro pro Fahrzeug.

Doch auch PKW-Fahrer werden künftig stärker zur Kasse gebeten. Im Zuge der Umstellung auf Euro 6 soll wieder die Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung wieder eingeführt werden. Diese war bei vielen Modellen entfallen, weil moderne Autos den Schadstoffausstoß selbst aufzeichnen und speichern. Diese Daten wurden von den Prüfern bislang meist elektronisch per On-Board-Diagnose ausgelesen. Ab 2015 soll der Schadstoffausstoß wieder am Auspuffrohr gemessen werden. "Weshalb jetzt daran geschraubt wird, ist für uns nicht nachvollziehbar.

Die beträchtlichen Investitionen für die Durchführung der erweiterten AU und der dadurch verursachte zusätzliche Zeitaufwand werden natürlich dem Autofahrer in Rechnung gestellt", kritisiert der Sprecher des Autoclubs ACE, Rainer Hillgärtner. Die durch die Umstellung des Messverfahrens anfallenden Mehrkosten schätzt er auf etwa 10 Euro pro Prüfvorgang. nom

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