Stuttgart - Es muss nicht das teuerste Öl sein

Es muss nicht das teuerste Öl sein

Von: amv
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Motoröl
Motoröl maßvoll nachfüllen: Wer den Schmierstoff einfach nach Gutdünken aus dem Handgelenk nachkippt, kann es leicht übertreiben - und hat dann ein Problem. Foto: dpa

Stuttgart. Motoröl ist teuer. Bis zu 30 Euro pro Liter kostet der für das Triebwerk lebensnotwendige Schmierstoff. Doch der tiefe Griff ins Portemonnaie muss nicht unbedingt sein. Das ergab ein Test des Auto Clubs Europa (ACE) in Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Unter die Lupe genommen wurden zwölf handelsübliche Motoröle zu Preise. zwischen 8,99 Euro bis 26,75 Euro pro Liter (l). Fazit: Der Verdacht, preisgünstige Motoröle seien nur halb so gut wie teure Markenöle, ist unbegründet. Testsieger wurden Produkte der Marken Real (13,99 Euro/l) und Cartechnic (12,50 Euro/l).

Ein pdf-File mit den Testergebnissen wurde online veröffentlicht.

Grundsätzlich sollte man laut den Fachleuten des ACE den Empfehlungen der Hersteller folgen, die zum Teil für ihre Fahrzeuge eigene Normen und Freigaben entwickelt haben. Diese Angaben finden sich in der Kfz-Bedienungsanleitung. Da sich die Vorgaben der deutschen Hersteller relativ stark ähneln, erfüllen viele hochwertige Öle sogar mehrere Freigaben von BMW, VW, Mercedes, Opel oder auch Porsche gleichzeitig. An die vorgegebene Sorte sollte man sich bei noch jungen Autos unbedingt halten.

Wichtig ist dabei, dass die Freigabe auch wirklich erteilt wurde und dies zweifelsfrei aus dem Etikett hervorgeht. Denn im Schadensfall kann eine Ölanalyse die Verwendung eines anderen Öls nachweisen, Garantieansprüche wären somit hinfällig. Vorsicht geboten ist beispielsweise bei Ölen, die auf dem Etikett eine täuschende Formulierung tragen wie „Qualitativ gleichwertig nach EU-Recht gemäß ...“ Das, so der ACE, ist keine Garantie für gleichbleibende Qualität, selbst wenn das Produkt in einem Test den Anforderungen vollauf genügte.

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