Elektromobilität bei Volkswagen: Der Bulli der Zukunft

Von: amv
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Der hochmoderne und leistungsstarke I.D. BUZZ von Volkswagen bietet Platz für bis zu acht Personen. Foto: Uli Deck/dpa

Detroit . Volkswagens Weg in die Elektromobilität nimmt weiter Gestalt an. Nach dem I.D., der auf der Automesse in Paris im vergangenen Herbst zu sehen war, steht derzeit in Detroit der I.D. BUZZ im Scheinwerferlicht. Klaus Bischof, Chef-Designer bei VW, sieht das Showcar als Brücke zwischen den Ursprüngen der Marke - gemeint ist der legendäre Samba-Bulli T1 - und ihrer elektrischen Zukunft.

Fast genauso lang wie der aktuelle T6 bietet der BUZZ Platz für bis zu acht Personen oder Sportgeräte aller Art. Dabei lässt sich der Innenraum äußerst variabel nutzen. Selbst eine Liegefläche gibt es. Auch eine Nutzfahrzeugversion ist denkbar.

Angetrieben wird der Bulli der Zukunft rein elektrisch. Bis zu 600 Kilometer sollen die Reichweite betragen, 80 Prozent der Batteriekapazität per Schnellladung in etwa 30 Minuten wieder vorhanden sein. Die beiden E-Motoren haben eine Systemleistung von 374 PS und treiben Vorder- und Hinterachse an. Die Batterien mit einer Kapazität von 110 Kilowattstunden liegen im Fahrzeugboden zwischen den beiden Achsen.

Doch auf dem Weg in die Zukunft denkt vor allem Johann Jungwirth, genannt JJ und Digitalchef im VW-Konzern, noch viel weiter als nur an den E-Antrieb. JJ hat unter anderem das autonome Fahren vor Augen. Wenn es denn Technologien und Gesetze zulassen, soll ein Druck aufs VW-Logo im Lenkrad ausreichen, um es im Cockpit verschwinden zu lassen. Dabei verschmilzt es sozusagen mit einem Active Info Display.

Vier Laserscanner auf dem Dach, Ultraschall- sowie Radar-Sensoren, samt seitlichen Area-View-Kameras, die Außenspiegel zu Alteisen machen, und eine Frontkamera sollen andere Verkehrsteilnehmer und das Umfeld präzise erkennen. Parallel erfasst der I.D. BUZZ über die Cloud fortlaufend Verkehrsdaten. Zukunftsmusik aus weiterer Ferne.

Weitaus realer ist da schon das Headup-Display, welches die Daten des Navigationssystems etwa sieben bis 15 Meter vor das Fahrzeug projiziert. Sie werden so ein Teil des Fahrzeugumfelds. Da der BUZZ kein klassisches Cockpit mehr hat, muss der Fahrer seine Augen keinen Moment mehr von der Straße abwenden. Außer, er hat die Tänzerin oder den Zwerg im Blick, die auf einem Magnetfeld frei schwebend ihre Runden dreht. Ein Gimmick, das in der Serie allerdings nicht zu erwarten ist.

Fest steht, dass der BUZZ gebaut wird. VW-Chef Herbert Diess sagt, dass VW kein Showcar mehr zeigen werde, von dem es anschließend keine Serienversion geben wird. 2022 soll der elektrisch angetriebene Bulli nach dem kompakten I.D. (2020) und einer darauf aufbauenden SUV-Version (2021) auf die Straßen rollen. Aller Voraussicht nach dann auch mit der extravaganten neuen Lichtsignatur für Scheinwerfer, Tagfahrlicht und Heckleuchten, die die Gestalter um Klaus Bischof für die E-Fahrzeuge der I.D.-Serie herausgearbeitet haben.

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