Stuttgart - Einen Gasantrieb lohnt sich erst nach vielen Kilometern

Einen Gasantrieb lohnt sich erst nach vielen Kilometern

Von: nom
Letzte Aktualisierung:
Autogas Tankstelle
Die Mehrkosten die ein gasbetriebenes Auto mitbringt sollen sich laut „auto motor und sport“ erst nach vielen Kilometern rentieren. Foto: Jens Büttner/dpa

Stuttgart. Die Aufpreise für den Antrieb mit Gas sind teilweise so hoch, dass Autofahrer lange fahren müssen, um den ersten Euro zu sparen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des in Stuttgart erscheinenden Fachblattes „auto motor und sport“ (Ausgabe 23/2017).

Vor dem Hintergrund der Feinstaubdebatte und des Dieselskandals hatten das Magazin die Kosten eines Umstiegs auf Autos mit zusätzlichem Gasantrieb unter die Lupe genommen. Dabei wurden vier Modelle - den VW Golf, den Opel Zafira, die Mercedes B-Klasse und den Audi A5 - auf die Straße geschickt, um zu testen, ob und wann sich der Gasantrieb lohnt.

Gegengerechnet wurden der Aufpreis für die Gastechnik und die Ersparnis durch den niedrigeren Kraftstoffpreis auf drei Jahre, um herauszufinden, wie viele Kilometer ein Autofahrer unterwegs sein muss, um nach den drei Jahren plus-minus-null herauszukommen.

Beim 170 PS starken Zweiliter-Direkteinspritzer Audi A5 Sportback g-tron kostet die Gastechnik 2750 Euro Aufpreis. Pro 100 Kilometer spart der Gasantrieb gegenüber dem Fahren mit Benzin drei Euro. Um die Investition herauszubekommen, muss der Audi-Besitzer in den drei Jahren wenigstens 10.000 Kilometer pro Jahr fahren.

Nur 2150 Euro Aufpreis kostet die Gastechnik beim Opel Zafira CNG, allerdings ist der Gasverbrauch mit 6,2 Kilogramm (kg) pro 100 Kilometern (km) von allen vier Modellen am höchsten. Dennoch genügt eine Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometern, um die Mehrkosten binnen drei Jahren auszugleichen.

Der Käufer eines Mercedes B 200 c muss dagegen 15.000 Kilometer pro Jahr fahren, um gegenüber dem reinen Benziner B 200 binnen drei Jahren in die Gewinnzone zu fahren. Das liegt an dem hohen Aufpreis von fast 3900 Euro.

Für das Gasmodell des Golf verlangt VW 4550 Euro extra. Zwar ist der Golf mit einem Testverbrauch im realen Verkehr von nur 4,7 kg/100 km der sparsamste im Test. Aber trotzdem ist eine Kilometerleistung von mindestens 20.000 Kilometern pro Jahr notwendig, um die Mehrkosten binnen drei Jahren wieder auszugleichen, rechnet das Magazin vor.
 

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert