Ein prüfender Blick auf die Reifen

Von: amv
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Stuttgart. Reifen sind die Stiefkinder bei der automobilen Pflege. Doch wer den schlechten Zustand seiner Pneu ignoriert, kann als Halter oder Lenker des Fahrzeugs zur Rechenschaft gezogen werden, warnt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart.

„Das gilt selbst dann, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern noch nicht unterschritten ist“, erinnert GTÜ-Sprecher Hans-Jürgen Götz. Von einem gewissen Alter an zeigten Reifen zwischen den Profilblöcken mitunter erste Risse.

Neben dem korrekten Luftdruck, der etwa vor der Urlaubsfahrt der höheren Beladung angepasst werden muss, kommt es auf die Profiltiefe an. Um die Kontrolle dort zu vereinfachen, gibt es kleine Erhebungen in den Tiefen des Profils, den sogenannte TWI (Thread Wear Indicator. Sie treten auf dem Niveau der abgefahrenen Profilblöcke genau an der Grenze zur gesetzlich geforderten Mindestprofiltiefe zum Vorschein.

Zur Beurteilung der Profiltiefe reicht oft aber schon ein Blick auf das eingeschlagene Vorderrad. Wer sich nicht sicher ist, kann ein Euro-Stück in die Profiltiefen stecken. Der Goldrand sollte komplett darin verschwinden. Ist der Reifen bis auf die Markierungen abgefahren, ist der Wechsel längst überfällig. Besser wäre ein Wechsel bei drei Millimeter, raten Fachleute.

Doch es stecken noch andere Risiken im Reifen. Irgendwann ist er auch schlicht zu alt. Dazu gibt es aber nur wenige eindeutige Anzeichen. Längeres Stehen, starke Sonneneinstrahlung oder falsche Lagerung können einem Reifen ebenso stark zusetzen wie der normale Gebrauch, bei dem das Gummi und die Karkasse wenigstens gleichmäßig durchgeknetet werden. Bei Reifen in normalem Einsatz gilt eine Obergrenze von acht Jahren als kritisch – selbst wenn noch genug Restprofil vorhanden ist.

Wann ein Reifen gefertigt wurde, zeigt die DOT-Nummer auf der Reifenflanke in den letzten vier Ziffern: Das vorletzte Ziffernpaar steht für die Kalenderwoche, das letzte Ziffernpaar gibt das Jahr an.

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