München - Ein letzter Check der Reisemobile vor der Winterruhe

Ein letzter Check der Reisemobile vor der Winterruhe

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Wohnwagen
Wer weiß, dass er nicht im Winter mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, kann Steuern und Versicherungsprämien sparen, indem er ein Saisonkennzeichen anschafft oder das Fahrzeug komplett abmeldet. Foto: Felix Kästle/dpa

München. Die Herbstferien sind für viele Caravans und Reisemobile der letzte Einsatz, bevor die Besitzer ihre Freizeitmobile in den Winterschlaf schicken. „Ehe das Urlaubsfahrzeug in die Winterpause geht, sollte man allerdings einige wichtige Wartungs- und Pflegearbeiten erledigen“, empfiehlt Eberhard Lang von TÜV Süd in München und gibt noch einen Spartipp.

Wer weiß, dass er nicht im Winter mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, kann Steuern und Versicherungsprämien sparen, indem er ein Saisonkennzeichen anschafft oder das Fahrzeug komplett abmeldet. „Dabei sollte man darauf achten, dass der Termin der Fahrzeughauptuntersuchung (HU) nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt“, rät Lang: „Zudem muss ein abgemeldetes Freizeitfahrzeug auf Privatgrund untergebracht werden, sie dürfen nicht auf der Straße oder auf öffentlichen Parkplätzen stehen.“

Der TÜV Süd-Fachmann plädiert bei den notwendigen Arbeiten für ein systematisches Vorgehen: „Vielfach bieten Caravaning-Fachhändler eine komplette Reinigung des Freizeitfahrzeugs sowie die Reinigung der Wassertanks an.“ Da sollte man allerdings Preise und Leistungen vergleichen.

Zum Inneren. Der Innenraum sollte komplett ausgesaugt werden, dabei auch Ritzen und Ecken kontrollieren. Anschließend heißt es, Polster saugen und danach feucht durchwischen. Teppiche und Polster sollten im Idealfall in einem trockenen Lagerraum außerhalb des Caravans oder Reisemobils überwintern. Bietet sich dazu keine Gelegenheit, werden sie locker aufgestellt, um möglichst gut belüftet zu werden.

Deshalb sollten auch alle Klappen, Türen sowie die Kühlschranktür geöffnet bleiben. „So kann die Luft besser zirkulieren“, erläutert Lang und „im Winter nur bei trockenem Wetter das Freizeitgefährt regelmäßig lüften, also alle Fenster öffnen und nach gut einer Stunde wieder verschließen.“ So wird verhindert, dass feuchte Luft eindringt und sich muffiger Geruch bildet.

Für die Außenhaut empfehlen sich spezielle Reinigungsmittel, erhältlich im Fachhandel. „Acrylfenster nicht mit Haushaltsmitteln oder Glasreiniger reinigen, das kann die Fenster stumpf und blind machen“, warnt der TÜV Süd-Fachmann. Dichtungen an Fenstern und Türen werden mit Talkum oder Glycerin eingerieben.

Das hält sie trotz Kälte elastisch. Die Kurbelstützen werden gefettet, die Reifen auf den maximalen empfohlenen Druck aufgepumpt. „Zur Entlastung der Reifen sollte der Caravan auf die Kurbelstützen gestellt werden“, empfiehlt Lang und „die Bordtechnik des Wohnaufbaus muss zum Überwintern komplett stillgelegt werden.“

Sämtliche Wasservorräte aus den Wasserleitungen, dem Frischwasser- und Abwassertank, der Toilette sowie dem Warmwasser-Boiler werden entleert. Alle Hähne und Ablassventile bleiben den Winter über geöffnet. Alle Gashähne werden geschlossen, die Gasschläuche und der Druckminderer werden von den Flaschen abgeschraubt.

Für die Bordbatterie nennt der TÜV Süd-Fachmann zwei Möglichkeiten: „Ausbauen und in einem trockenen Raum bei gelegentlichem Nachladen überwintern lassen oder ein modernes Ladegerät anschließen, das eine so genannte Erhaltungsladung gewährleistet.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert