Die Warnweste im Auto wird Pflicht

Von: amv
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Warnweste
Wird zum 1. Juli 2014 Pflicht: Die Warnweste. Symbolbild: dpa

Stuttgart. In Deutschland ist das Mitführen einer Warnweste bislang nur in gewerblich genutzten Fahrzeugen vorgeschrieben und für Privatleute lediglich empfohlen. Bislang, denn spätestens ab dem 1. Juli kommenden Jahres muss in jedem Fahrzeug eine Schutzweste vorhanden sein, so ein Beschluss des Bundesrates.

Die neue Regelung betrifft dann alle in Deutschland zugelassenen Autos, Lkw und Busse; Motorräder bleiben ausgenommen.

Schon jetzt allerdings gilt in zahlreichen europäischen Ländern eine Warnwestenpflicht, darauf macht die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart aufmerksam. Wird der nicht Folge geleistet, drohen teils spürbare Geldbußen.

Einheitlich sind die Bestimmungen für die Schutzausrüstung. Hier existiert eine europaweit einheitliche Norm. Die zugelassenen Westen besitzen das europäische Kontrollzeichen EN 471. Laut dem ADAC gilt die Pflicht, eine reflektierende Weste im Auto zu haben und sie bei einem Unfall oder einer Panne zu tragen bereits in Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowenien, der Slowakei, Spanien und Ungarn.

Die Strafen für Zuwiderhandlung können in den einzelnen Ländern ziemlich hoch sein. In Portugal müssen Autofahrer mit einem Bußgeld zwischen 120 und 600 Euro rechnen. Achtung: Von Land zu Land gelten teils unterschiedliche Vorschriften über die Zahl der mitzuführenden Westen und deren Einsatz. Man sollte sich deshalb vor Fahrtantritt über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

Die Warnweste ist keine Schikane, sondern sicherheitsrelevantes Zubehör, betonen die Fachleute der GTÜ. Wer eine solche Weste trägt, wird wegen des leuchtenden Materials fünfmal früher wahrgenommen, so die Sicherheitsexperten.

Besonders bei der Unfallhilfe, beim Aufstellen des Warndreiecks, bei einem Reifenwechsel oder auf dem Weg zur Notrufsäule besteht ohne Weste eine deutlich höhere Gefahr, etwa in der Dunkelheit übersehen zu werden.

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