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Die Produktion des Audi A8: Mal mehr und mal weniger

Von: amv
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Der neue A8, der am 11. Juli Weltpremiere feiert, wird wie sein Vorgänger im Audi-Werk Neckarsulm montiert. Foto: Ronald Wittek/dpa

Ingolstadt. Seine Weltpremiere wird der neue Audi A8 erst am 11. Juli feiern. Doch natürlich spulen bereits etliche Exemplare des Flaggschiffs seit geraumer Zeit und trickreich getarnt Tausende von Testkilometern ab, um für die Serienfertigung bestens gerüstet zu sein. Bei den Vorserienfahrzeugen wird insbesondere das Verhalten der Karosserie kritisch beäugt, denn da beschreitet Audi neue Wege.

Erstmals wird der A8-Körper aus vier verschiedenen Materialien gefertigt.

Den Hauptanteil macht dabei wieder Aluminium aus, nunmehr allerdings mit einem Anteil von 58 Prozent. Wurde bislang und das nur in wenigen Bereichen Stahl als zweiter Werkstoff eingesetzt, so haben die Entwickler jetzt dank verbesserter Fertigungstechniken den Stahlanteil ohne große Gewichtsaufschläge auf 40,5 Prozent erhöht und zudem aufgrund neuer Verbindungstechnologien (Vermeidung der Kontaktkorrosion) Magnesium (0,5 Prozent) und Carbon (ein Prozent) integriert.

Zwar legte das Gewicht der Rohkarosse um 51 Kilogramm auf jetzt 282 Kilogramm (langer Radstand) zu, doch die Torsionssteifigkeit wurde um 24 Prozent gesteigert. Dieser Materialmix komme einem besseren Handling und einer höheren Lenkpräzision zugute, schwärmen Audis Ingenieure.

Ein genauerer Blick auf die Space Frame genannte Roh-Karosserie des zukünftigen A8 offenbart, was sich darüber hinaus geändert hat. Die A- und B-Säulen sind schmaler geworden, da die Falze enger umgelegt werden. Das vergrößert den Einstieg auf die vorderen Plätze sowohl in der Höhe als auch in der Breite und erweitert das Sichtfeld für den Fahrer. Zudem dürften sich die Passagiere auf der Rückbank über 28 Millimeter mehr Kniefreiheit freuen. Ebenfalls eine Folge neuen Materialmix, da die Rückwand jetzt aus hochfestem, aber nur wenige Millimeter starkem Carbon besteht.

Zu erkennen ist außerdem, dass vor allem im Heckbereich einige Material-Verstärkungen integriert wurden. Die kosten zwar ebenfalls Gewicht, sind aber notwendig, um den A8 für den Einsatz alternativer Antriebe vorzubereiten. So wird es nicht nur einen Plug-in-Hybrid geben, sondern ein 48-Volt-Bordnetz wird die Hauptversorgung des Autos mit Strom übernehmen. Eine 12-Volt-Batterie speist nur noch die kleineren Verbraucher.

Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass der A8 als Mild-Hybrid unterwegs sein kann. Gleichwohl ist das 48-Volt-Netz unbedingt notwendig, um  automatisiertes Fahren zu ermöglichen. Und das soll der A8 schließlich irgendwann können. Insgesamt hat Audi nach eigenen Angaben für die Fertigung des Audi-Flaggschiffs und die R8-Manufaktur am Standort Neckarsulm in den vergangenen drei Jahren rund zwei Milliarden Euro investiert.

Allein für den A8 entstand eine neue 41 Meter hohe Produktionshalle mit 50.000 Quadratmetern Fläche. 500 Roboter und ebenso viele Mitarbeiter werden hier bei voller Auslastung tätig sein.



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