Die Kfz-Versicherungssaison startet: Bis 30. November kann gewechselt werden

Von: vo
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Nach einem Unfall ist neben gesundheitlicher Hilfe vor allem eine ausreichende Versicherung wichtig. Foto: FaceGuard (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Berlin. Es ist wieder so weit. Bis zum 30. November haben rund 53,7 Millionen Besitzer von Kraftfahrzeugen laut KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) die Möglichkeit, die Kfz-Versicherung auf dem einfachen Wege zu wechseln.

Welche Gründe für einen Wechsel sprechen, ist oft klar: Je nach gewähltem Tarif und Versicherer können Fahrzeugbesitzer etliche Beträge einsparen. Dennoch wird oft übersehen, dass der Stichtag im November nicht der einzige Kündigungszeitpunkt ist, ebenso, dass er überhaupt nicht auf jeden Versicherungsvertrag zutrifft. In diesem Ratgeber erklären wir das Thema genauer.

Wann können Kfz-Versicherungen gewechselt werden?

Der genaue Zeitpunkt zum Wechsel der Kfz-Versicherung kann ohne Wissen der Vertragsbestandteile nicht benannt werden. Dass der 30. November als bekanntester Stichtag gilt, liegt schlichtweg an der Tatsache, dass die meisten Verträge über ein Jahr, beginnend mit dem 1. Januar geschlossen werden.

Einige Versicherungen verzichten jedoch, das erste Jahr der Versicherung mit dem Ende des Kalenderjahres abschließen zu lassen und nehmen das Versicherungsjahr als Grundlage. Beginnt nun der Vertrag am 15. März, ist der 15. Februar automatisch der Stichtag der vertragsmäßigen Kündigung.

Tipp: Bevor die Kfz-Versicherung gewechselt wird, sollte der Versicherungsvertrag also unbedingt auf abweichende Vertragszeiträume untersucht werden. Sollte der Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt auslaufen, wird dieses Datum als Stichtag notiert.

Die Vorgehensweise, zum Stichtag zu kündigen, befasst sich rein mit der gewöhnlichen Kündigung. Doch gibt es weitere Möglichkeiten, die eine außerordentliche Kündigung der Kfz-Versicherung gut heißen:

- Außerordentliche Kündigung aufgrund geänderter Konditionen

- Außerordentliche Kündigung durch Abmeldung/Verkauf des Fahrzeugs

- Außerordentliche Kündigung nach einem Unfall

Die außerordentliche Kündigung aufgrund geänderter Konditionen

Versendet die Kfz-Versicherung eine postalische Mitteilung, dass sich die Vertragsbedingungen, Preise und Konditionen ändern, hat jeder Versicherungsnehmer die Wahl, innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Schreibens den Versicherungsvertrag aufzulösen. Unter geänderten Vertragsbedingungen ist beispielsweise zu verstehen, dass die Kfz-Versicherung die Vertragsinhalte zum Nachteil für den Versicherungsnehmer ändert. So zählen Einstufungen in eine für Kunden finanziell schlechtere Typklasse zu den Kündigungsgründen.

Hinweis: Erhöht die Kfz-Versicherung hingegen die Deckungssummen und ziehen diese Änderungen keine höheren Preise nach sich, entfällt das Recht zur außerordentlichen Kündigung.

Sollte die Vertragsänderung nach einem Unfall ausgesprochen werden, da der Kunde in eine für ihn schlechtere Schadensfreiheitsklasse eingeteilt wird, steht ihm das Recht zur Kündigung zu.

Außerordentliche Kündigung durch Abmeldung des Fahrzeugs

Wird das bei der Kfz-Versicherung versicherte Fahrzeug aufgrund seines Alters oder Zustands abgemeldet, verkauft oder verschrottet, kann die Versicherung problemlos gekündigt werden. Als Zeitpunkt des Vertragsendes gilt hier das Datum der Abmeldebescheinigung. In der Regel genügt es, der Versicherung die erloschene Betriebserlaubnis bzw. die Abmeldebescheinigung zuzusenden.

Tipp: Wird das Fahrzeug verkauft, meldet der Käufer das Fahrzeug zumeist an und versichert es. Es ist dennoch sinnvoll, wenn der Verkäufer selbst tätig wird und seiner bisherigen Kfz-Versicherung umgehend den Verkauf und das Erlöschen der Versicherungspflicht mitteilt, damit etwaige Unfälle in der Übergangszeit nicht der alten Versicherung zu Lasten gelegt werden.

Kündigung nach einem Unfall

Ein Unfall geschah, die Kfz-Versicherung regulierte. Nun haben Versicherungsnehmer ebenfalls das Recht, die Kfz-Versicherung außerordentlich zu kündigen - selbst wenn bezüglich der Unfallabwicklung keine Beschwerden auftraten. Als Frist gelten hier vier Wochen nach dem Unfall.

Was sollte bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung beachtet werden?

Der wichtigste Punkt bei der Wahl eines Versicherers besteht darin, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen sollte. Handelt es sich bei der gewünschten Kfz-Versicherung um die einfache Haftpflichtversicherung, sind die Bestandteile gesetzlich geregelt. Die Regelung betrifft sowohl den Umfang als auch die vorgeschriebenen Deckungssummen.

Viele Versicherer erhöhen die Deckungssummen für Personen- und Sachschäden in ihren Tarifen, so dass sich Absicherungen von über 100 Millionen Euro erreichen lassen. Dieser Punkt ist deshalb wichtig, da gerade Personenschäden langwierige und hohe Kosten nach sich ziehen können.

Unter Umständen werden diese von den gesetzlichen Deckungssummen nämlich nicht getragen. Zusätzlich gibt es Haftpflichtversicherungen, die auch im Ausland einen Schutz bieten. Gerade in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis sind die Unterschiede mitunter bedeutend, wie ein Vergleich auf Tarifcheck24.com zeigt.

Bei einer Teil- oder Vollkaskoversicherung kommt es mitunter auf die Vertragsinhalte und Konditionen an. Wieder ist es möglich, dass die Deckungssummen deutlich nach oben abweichen. Viel wichtiger ist jedoch der Umfang der Inhalte. Deckt die Teilkasko-Versicherung nur Wildschäden in gewissen Bereichen ab? Werden Einbruchsschäden beglichen und können hochwertige Elektrogeräte im Fahrzeug mitversichert werden?

Tipp: Vor dem Versicherungsabschluss prüfen, ob eine Werkstattbindung besteht. Diese schreibt vor, in welche Werkstätten der Versicherungsnehmer zur Reparatur fahren kann. Wird das Fahrzeug jedoch scheckheftgepflegt oder sieht der Leasingvertrag eigene Werkstätten vor, könnte es im Nachhinein Probleme geben.

Die Vollkaskoversicherung ist der Rundumschutz für das eigene Fahrzeug, da bei einem Unfall sowohl die Schäden am fremden als auch am eigenen Fahrzeug übernommen werden. Die Höhe der Versicherungskosten lässt sich oft über die Selbstbeteiligung regeln.

Um die Eigenleistung korrekt zu bestimmen, sollten Kfz-Halter im Vorfeld rechnen, welcher Geldbetrag immer zur Verfügung steht. Handelt es sich bei dem Fahrzeug um ein geleastes oder finanziertes Modell, wird die Vollkaskoversicherung meist vertraglich festgeschrieben. Nun gilt es wieder, eine Versicherung ohne Werkstattbindung zu nehmen, um den zuerst geschlossenen Leasing- oder Finanzierungsvertrag nicht zu ignorieren.

Übrigens gilt, die alte Kfz-Versicherung erst zu kündigen, wenn die neue bereits gefunden und bewilligt wurde. Hierzu ist es nicht nötig, die Vertragsübersendung abzuwarten. Moderne Versicherer mit Onlineanmeldung bieten ihren Kunden an, den Versicherungsnachweis direkt per E-Mail zu versenden. Beim Fahrzeugkauf kommt der Nachweis so zeitig, dass das Fahrzeug noch am Kauftag zugelassen werden kann.

Kosten bereits beim Autokauf sparen

Steht mit dem Wechsel der Kfz-Versicherung auch ein Fahrzeugwechsel an, ist es sinnvoll, mögliche Fahrzeugmodelle bereits im Vorfeld preislich hinsichtlich der Kfz-Versicherung zu überprüfen. Hier sind besonders die Typklassen interessant. Jede Versicherung teilt Fahrzeugmodelle in verschiedene Klassen ein, die die Unfallhäufigkeit im vergangenen Versicherungsjahr abbilden. War ein Modell besonders häufig in einen Unfall verwickelt, wird es im nächsten Jahr in eine teurere Klasse eingeteilt.

Richtig wechseln und Geld sparen

Vergleichen Autobesitzer vor dem Wechsel die Angebote und Tarife der einzelnen Autoversicherungen, sparen sie im besten Fall nicht nur hohe Beträge, sondern erhalten erhöhte Deckungssummen und somit mehr Schutz während des nächsten Versicherungsjahres.

Wichtig ist, dass die Kündigung stets fristgerecht und schriftlich erfolgt. Im Kündigungsschreiben ist die Versicherungsnummer des Versicherungsnehmers zu vermerken. Im besten Fall wird gleichzeitig das Kennzeichen des Fahrzeugs genannt. Auf diesem Wege kommt es nicht zu Verwechslungen, wenn mehrere Fahrzeuge von einer Person zugelassen werden.

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