Die Autos ändern sich und damit auch die Geräusche

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Der „AachenHEAD” im Einsatz:
Der „AachenHEAD” im Einsatz: Gemessen werden mit dem Spezialkopf die Geräusche des von der Stawag zur Verfügung gestellten Elektrofahrzeugs Mitsubishi iMiev. Foto: Head acoustics GmbH

Aachen. Ein zentrales Thema des Aachener Akustik-Kolloquiums ist die Optimierung und Gestaltung eines angenehmen Innengeräusches zukünftiger Fahrzeuge. Die Akustik bewegt sich hierbei im Spannungsfeld unterschiedlicher Technologien zur CO2-Reduktion.

Die Aachener Konferenz führt heute und morgen mehr als 150 Teilnehmer im Eurogress zusammen. Internationale Experten, unter anderem Dr. Bernhard Pfäfflin von der Porsche AG und Prof. David Ewins vom Imperial College London, werden neuste Methoden, Erkenntnisse und Technologien auf dem Gebiet der Fahrzeug- und Motorakustik in 25 Fachvorträgen vorstellen und anschließend mit den Kollegen diskutieren.

So bewirkt zum Beispiel das Downsizing von Verbrennungsmotoren häufig eine Zunahme des Innengeräusches und die Elektrifizierung des Antriebsstranges führt sogar zu gänzlich neuen und durch ihre hochfrequente Charakteristik besonders störenden Geräuschanteilen. Darüber hinaus stellt auch der Leichtbau von Karosserien auf Grund der wesentlich schlechteren Dämmung eine akustische Herausforderung dar.

Im Bereich Fahrzeugakustik und Geräuschqualität rückt der Fahrer in den Fokus und es werden die von ihm „erlebten” Geräusche und Schwingungen diskutiert. Hierbei ist es durch die Anwendung von Geräuschpfadanalysen möglich, diese auf einzelne Komponenten des gesamten Fahrzeuges zurückzuführen. Ist die Quelle gefunden, kann an Verbesserungen gearbeitet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung ist der Einsatz von verschiedenen Simulationstechniken - sowohl für komplette Fahrzeuge als auch für deren Komponenten. Vorrangig sind hier Antriebe mit Verbrennungsmotoren sowie elektrische Maschinen zu nennen.

In den Präsentationspausen bieten die begleitende Fachausstellung und Demonstrationsfahrzeuge vor dem Eurogress die Möglichkeit, die diskutierten technischen Lösungen auf anschauliche Weise zu erleben.

Das Aachener Akustik Kolloquium findet in dieser Form bereits zum dritten Mal statt und unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Standortes Aachen auf diesem Fachgebiet.

Die wissenschaftliche Leitung des Kolloquiums haben, wie bereits in den Jahren zuvor, Prof. Stefan Pischinger, FEV GmbH, Prof. Jan-Welm Biermann, Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen, Prof. Klaus Genuit, Head acoustics GmbH und Prof. Michael Vorländer, Institut für Technische Akustik, RWTH Aachen University.
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