Der Toyota C-HR: Ein expressives Angebot

Von: Sabine Neumann
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Toyota C-HR
Der Toyota C-HR: Ein Wagen, dessen Optik Blicke auf sich zieht. Foto: Bob Riha Jr/dpa

Köln. Ein Auto das polarisiert: der Toyota C-HR. Das Kürzel steht für Coupé High Rider und Toyota möchte mit seinem jüngsten Modell vor allem eine jüngere Kundschaft anlocken. Schon beim ersten Blick weiß man, manche Interessenten werden das progressive Design des Crossovers - eine Melange aus Kompaktwagen und SUV - lieben. Andere werden es schlicht hässlich nennen.

Einig kann man sich aber auf jeden Fall darüber sein, dass der 4,36 Meter lange Wagen nichts mit der weichgespülten Formensprache der derzeitigen Modellpalette des japanischen Herstellers gemein hat.

Klare, fast schon aggressive Kanten, schwungvolle Linien gepaart mit muskulös ausgestellten Radhäusern und einer Scheinwerfergrafik, die an zusammen gekniffene Augen erinnert, machen den jüngsten Toyota zu einem Hingucker. Der coupéartige Dachverlauf sowie die schmalen Fenstern lassen den Wagen niedriger erscheinen als er mit seinen 1,55 Metern tatsächlich ist. Diese Karosserielinie führt allerdings dazu, dass der Einstieg auf die Rückbank nur mit leicht eingezogenem Kopf gelingt. Zudem müssen sich die Fondpassagiere aufgrund der hohen Schulterlinie mit den hinten oben versteckten Türgriffen mit wenig Sicht auf die Außenwelt begnügen. Freuen dürfen sich jedoch alle Insassen bei einem Radstand von 2,64 Metern über viel Kniefreiheit.

Gefallen können zudem die fast raumschiffartige Optik des Passagierabteils mit der blau beleuchteten Instrumententafel, dem zum Fahrer geneigten Acht-Zoll-Multifunktionsbildschirm sowie die hochwertig wirkenden Materialauswahl. Die Bedienung ist funktionell. Die gut konturierten Sitze sind bequem. Der Kofferraum - leider mit hoher Ladekante - genügt mit 377 Litern Volumen für das Urlaubsgepäck zu Zweit.

Als Antrieb stehen ein frontgetriebener 1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS (21.990 Euro/optional als Allradler 27.690 Euro) und eine Hybridversion mit einem 1,8-Liter-Sauger plus Elektromotor (Systemleistung 122 PS) zur Verfügung. Von letzterem erwartet sich Toyota einen Verkaufsanteil von 70 Prozent - und auch, dass die meisten Kunden den C-HR in der Stadt benutzen werden. Zum Cityeinsatz passt der auf den ersten Metern sehr antrittsstarke Hybrid mit CVT-Getriebe, sportlich-komfortabler Fahrwerksabstimmung und leichtgängiger Lenkung tadellos. Dass der Sprint von null auf Tempo 100 elf Sekunden(Werksangaben) dauert, ist zu vernachlässigen. Fordert man allerdings mehr Leistung von dem Hybridsystem, dann quittiert es das mit einem dröhnenden Aufjaulen. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei Tempo 170 erreicht und der Verbrauchsvorteil aufgrund der Elektrounterstützung (3,9 Liter laut Norm) natürlich schnell dahin.

Die Preise für die Hybridvariante beginnen bei 27 390 Euro. Extras wie die automatische Notbremsfunktion samt Verkehrszeichenerkennung, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Licht- und Regensensor, Klima-Automatik oder Rückfahrkamera sind dann mit an Bord. Zur polarisierenden Optik gibt es keine Option.

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