Friedberg - Der Subaru Levorg: Sportlich und doch alltagstauglich

Der Subaru Levorg: Sportlich und doch alltagstauglich

Von: amv
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Ein Kombi, der nicht nur selbst als sportliche Erscheinung daher kommt, sondern ideal ist für Fahrer, die ihre Freizeit aktiv gestalten: der Subaru Levorg. Foto: Subaru/dpa

Friedberg. Raue Schale, weicher Kern: So sportlich sich der Subaru Levorg mit Lufthutze auf der Motorhaube und Doppelauspuffanlage am Heck gibt, so familientauglich und kommod zeigt er sich bei Fahrverhalten und Bedienung.

Selbst über so romantische Faktoren wie Sonnenauf- und -untergang werden die Insassen informiert. Von außen würde man dem 4,69 Meter langen Kombi solch weiche Attitüden gar nicht zutrauen, sondern eher Anzeigen für Öl- und Ladedruck erwarten. Schließlich sorgen der breite Hexagonalgrill, schmale Scheinwerfer, Dachspoiler am Heck und kraftvoll dimensionierte Stoßfänger für einen höchst dynamischen Auftritt.

Ein schickes Ambiente mit lederbezogenen Sitzen, diversen Chromteilen oder einer Pedalerie in Renn-Optik erzeugen ebenfalls im Innenraum einen durchaus sportlichen Eindruck. Vorne sitzt man bequem auf ausreichend konturierten Sitzen, die einen festen Halt geben und über genügend Oberschenkelauflage verfügen.

Anders als der Fahrer kann der Beifahrer seine Position aber nicht in der Höhe oder der Neigung der Sitzfläche variieren. Veränderungsmöglichkeiten haben indessen die Reisenden in der zweiten Reihe. Die Lehnen der Rücksitzbank lassen sich in drei Stufen arretieren. Während es mit drei Personen hinten etwas enger wird, können sich alle Mitreisenden über ausreichend Kopf- und Beinfreiheit freuen.

Trotz einer Vielzahl von Knöpfen und Schaltern auf dem Instrumententräger sowie zwei Bildschirmen braucht man erfreulich wenig Zeit, um alle Funktionen zu verstehen und intuitiv zu bedienen. Die Position des Sieben-Zoll-Touchscreens, über den vom Infotainmentsystem bis zur Navigation alles gesteuert wird, dürfte etwas höher sein. Doch die Tastenfelder sind ausreichend groß, um sie selbst während der Fahrt zu bedienen.

Im Info-Menü findet man zudem die Daten über Sonnenauf- und Untergang. Der Bordcomputer mit Informationen über Momentan- und Durchschnittsverbrauch oder die Verteilung der Kräfte auf die Achsen liegt indessen weit zurückversetzt mittig im Armaturenträger und ist relativ klein skaliert. Die Bedientaste darunter könnte ein wenig größer sein. Die Gewöhnungsphase dauert aber nur kurz und der Verlust an Übersichtlichkeit ist zu verkraften.

Viel Gepäck verkraftet indessen der Kofferraum. Mit einem Volumen von 522 Litern entpuppt sich der Levorg schon bei voller Besetzung als geeignet für das Reisegepäck einer ganzen Familie. Per Fernentriegelung lassen sich die Lehnen der Rücksitzbank mühelos umklappen. Es entsteht ein ebener Boden und das Ladevolumen wächst auf bis zu 1.446 Liter.

Die nur kniehohe Ladekante macht die Beladung angenehm rückenschonend. Einziger Wermutstropfen: die Sport-Version des japanischen Kombis lässt nur 444 Kilogramm Zuladung zu. Allzu schwer darf das Urlaubsgepäck also nicht sein. Für den Antrieb sorgt der 170 PS starke 1,6-Liter-Boxermotor. Die Leistungsentfaltung des Vierzylinders geschieht so gleichmäßig, das sie träger wirkt als sie eigentlich ist.

Schließlich liegt das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern über ein breites Drehzahlband zwischen 1.800 und 4.800 Umdrehungen an. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 210 erreicht und aus dem Stand schnellt die Tachonadel in 8,9 Sekunden auf die 100er-Marke (Werksangaben). Übertragen wird die Kraft - wie bei allen Modellen des Allradspezialisten - auf beide Achsen von einem stufenlosen Automatikgetriebe.

Schaltpaddles am Lenkrad ermöglichen allerdings den manuellen Eingriff auf sechs programmierte Fahrstufen. Ambitionierter wird die Fahrt, wenn per Tastendruck am Lenkrad die Abstimmung von Motor und Getriebe vom normalen Intelligent-Modus auf Sport schaltet. Passend dazu und der grundsätzlich sportlichen Ausprägung des Levorg, ist das Fahrwerk spürbar straff, aber nicht unkomfortabel abgestimmt. So liegt der Wagen gut in der Hand und reagiert spontan auf alle Lenkanweisungen.

Leider muss die Lenkung selbst bei zurückhaltender Fahrweise häufig in Richtung Tankstelle eingeschlagen werden. Die von Subaru angegeben 7,1 Liter Super sind selbst bei konsequentem Einsatz der Start-Stopp-Automatik an der Ampel und gehorsamen Befolgen der Schaltempfehlung nicht zu erreichen. Im Gegenteil: es sind eher drei als zwei Liter mehr, die sich das Turboaggregat genehmigt. Das ist dann doch ziemlich viel.

Kaum einen Wunsch offen lässt indessen die Sport-Version des Levorg. Auf der Optionenliste steht gerade einmal die Metallic-Lackierung (560 Euro) und das war es. Damit kommt der Testwagen auf einen Preis von 35.460 Euro (Basis 28.900 Euro) und hat neben Spurwechsel-, Querverkehr-, Totwinkel- oder Fernlicht-Assistenzsystemen eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Audiosystem mit CD-Player und zahlreichen USB-Anschlüssen, ein schlüsselloses Zugangssystem, LED-Scheinwerfern, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, alles mit an Bord, was das Autoleben schön und komfortabel macht.

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