Fahrbericht: Seat Arona XCELLENCE 1.0 EcoTSI 2018

Der Seat Arona mit berühmten SUV-Ausblick

Von: Norbert Michulsky
Letzte Aktualisierung:
Seat Arona 2017
Im städtischen Revier wuselt sich der Seat Arona mit seinem angenehm knapp geschnittenen Wendekreis handlich und übersichtlich durch das Verkehrsgeschehen. Foto: Hersteller/Seat

Weiterstadt. Der Anteil der hochbeinigen Autos, die neu zugelassen werden, steigt seit Jahren kontinuierlich. Ein Ende ist nicht abzusehen. Besonders beliebt derzeit, SUVs auf Kleinwagenbasis. Die Geländewagen sollen sich den Weg durch den Großstadtdschungel bahnen.

Seats Angebot dazu heißt Arona und der spanische Hersteller nennt sein Produkt einen City-Crossover. Der ist ein trendiges Schwestermodell des Ibiza. Mit 4,14 Metern Länge übertrifft der Arona - nach einer Stadt auf Teneriffa benannt - ihn um knapp acht Zentimeter, in der Höhe um zehn Zentimeter. Dank einer steiler stehenden Frontscheibe sowie der höher angeordneten Sitze bietet er ein gutes Raumgefühl. Das sorgt für den berühmten SUV-Ausblick und komfortableres Ein- sowie Aussteigen. Durch etwas mehr Höhe entsteht darüber hinaus eine bessere Kopffreiheit für die Insassen.

Grundsätzlich hat man das Gefühl, in einem weitaus größeren Auto zu sitzen. Dieser Eindruck wird unterstützt von einem Ambiente, das man so eher aus der Kompaktklasse kennt. So zeugen die Chromfassung des Startknopfes auf der Mittelkonsole oder des Lichtschalters neben dem Lenkrad von Liebe zum Detail.

Wie Mitbewerber versucht der Arona durch mannigfaltige Lackkombinationen auf sich aufmerksam zu machen. In insgesamt 68 unterschiedlichen Varianten kann ein Arona je nach Gusto aufgerüscht werden. Auch im Innenraum, dessen Instrumente und Schalter auf den Fahrer ausgerichtet sind, zieht auf Wunsch Farbe ein. Der Arbeitsplatz des Fahrers präsentiert sich durchdacht und ohne Spielereien, mit angenehmen Materialien sowie diversen Dekoreinlagen. Die gute Verarbeitung und die angenehmen Materialien sorgen für so etwas wie Wohlfühlambiente. Alles ist klar gezeichnet, übersichtlich, die analogen Instrumente gut und klar einsehbar.

Fahrer und Beifahrer sitzen auf angenehm gepolsterten Sitzen und haben durchaus rundum Platz. Im Fond können Erwachsene selbst längere Strecken ohne Einschränkungen absolvieren. Insgesamt geben Bedienung sowie Ergonomie weder Rätsel auf noch Anlass für Kritik. Das Gepäckraumvolumen reicht von 400 Liter bis 1280 Liter.

Acht-Zoll-Touchscreen

Gutes Niveau präsentiert der Arona desgleichen bei der Verarbeitung. Je nach Ausstattungsstufe teils serienmäßig oder gegen Aufpreis ist die gesamte Phalanx der aktuellen Infotainment- und Assistenzsysteme Bord, vom digitalen Radioempfang DAB- bis hin zur Multikollisionsbremse oder dem schlüssellosen Schließ- und Startsystem. Ein Acht-Zoll-Touchscreen mit überzeugender Farbdarstellung und rasch zu begreifender Bedienung liefert Informationen und Kommunikation.

Der Ein-Liter-Turbo-Dreizylinder setzt sich unaufgeregt in Szene - jedenfalls bis etwa Tempo 140, liefert 115 PS und ist mit einem Sechsgang-Getriebe gepaart. Damit wird rennt der Arona bis 182 Kilometer in der Stunde (km/h) und sprintet in knapp zehn Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 (Werksangaben). Als Durchschnittsverbrauch je 100 Kilometer sollte man um die 7,2 Liter kalkulieren. Allerdings könnte die gesamte Geräuschdämmung etwas effizienter ausfallen. Auf Allradantrieb verzichtet Seat sinnvollerweise. Fahrzeuge dieses Genres sind erfahrungsgemäß noch seltener jenseits asphaltierter Strecken anzutreffen als die größeren Brüder.

Unterwegs zeigt sich eine gelungene Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung, wobei die Betonung unternehmenstypisch Richtung Sportlichkeit tendiert. Auf kurvigen Landstraßen macht die forcierte Fahrt mit dem Arona durchaus Spaß, wobei er nachvollziehbar nicht das wieselflinke Handling des Ibiza offeriert. Lange Autobahnpassagen werden dank längerem Radstand und breiterer Spur komfortabel absolviert. Im städtischen Revier wuselt sich der Fronttriebler mit seinem angenehm knapp geschnittenen Wendekreis handlich und übersichtlich durch das Verkehrsgeschehen.

Die Preisgestaltung beginnt bei 21.620 Euro. Der Testwagenpreis beträgt 26.889 Euro. Manche Zusatzausstattung ist überraschend günstig, etwa die Voll-LED-Schweinwerfer für 600 Euro. Andere entziehen sich der Sinnhaftigkeit. So schlägt die verlängerte Herstellergarantie um drei Jahre mit 549 Euro zu Buche.

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