Rüsselsheim - Der Mitsubishi ASX überzeugt erst auf den zweiten Blick

Der Mitsubishi ASX überzeugt erst auf den zweiten Blick

Von: avm
Letzte Aktualisierung:
Mitsubishi ASX
Schon rein äußerlich macht der ASX eine gute Figur. Foto: dpa

Rüsselsheim. Mittelklasse-SUVs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das beweist das Straßenbild. Der Ford Kuga, Hyundais ix35 oder Kias Sportage sieht man allenthalben, einen Mitsubishi ASX eher weniger. Das wird dem Wagen allerdings nicht gerecht.

Schon rein äußerlich macht der ASX eine gute Figur. Die klare Optik wirkt dynamisch, frisch und zeitlos. Der Grill, der einem weit aufgerissenen Maul gleicht, oder die kantige, nach oben verlaufende Seitenlinien geben der 1,62 Meter hohen Karosserie zudem etwas Markantes.

Ohne den Schlüssel aus der Tasche zu nehmen, öffnet sich die Tür beim Berühren des Griffes. Angenehm. Die erhöhten Sitze machen das Einsteigen komfortabel. Allerdings ist der Schweller relativ breit und so läuft man leicht Gefahr, beim Ein- oder Aussteigen die  Kleidung zu verschmutzen. Im Innenraum herrscht modernes, sachliches Ambiente vor – auch wenn die Designer anstelle von schwarz in schwarz ruhig etwas mehr Farbe ins Spiel hätten bringen dürfen. In der Topversion Instyle sorgen immerhin zahlreiche Chromelemente für etwas mehr Glanz.

Und während das dann ebenfalls serienmäßige Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnen-Rollo tagsüber viel Licht in den Innenraum lässt, schafft die in drei Stufen zu dimmende LED-Ambientebeleuchtung bei Dunkelheit eine angenehme Atmosphäre. So klar wie das gesamte Passagierabteil ist auch der Armaturenträger aufgebaut. Hier findet man sich ziemlich schnell zurecht. Die Bedienelemente für die Klimaanlage (Serie, inklusive kühlbarem Handschuhfach) liegen zwar relativ weit unten in der Mittelkonsole, sind aber übersichtlich und einfach zu verstellen. Die Menüführung des über kleine Tasten oder Touchscreen zu bedienenden Navigationssystems benötigt hingegen etwas mehr Eingewöhnungszeit. Über den Bildschirm wird auch die Rückfahrkamera (beides Serie im Instyle) angezeigt. Aufgrund der großen Außenspiegel und der wirklich guten Rundumsicht bräuchte man diese aber nicht zwingend.

Gute Platzverhältnisse für die Reisenden indessen sind sehr wichtig.  Und hier gibt es keinerlei Kritik. Vorne wie hinten herrscht ausreichend Kopf- und Kniefreiheit. Der Fahrersitz ist elektrisch verstellbar und die Sitze mit angenehm hohen Lehnen  erweisen sich als bequem. Zahlreiche Ablagefächer helfen dabei, Handy, Schlüssel und sämtlichen Krimskrams gut und sicher zu verstauen.

Großes Gepäck kommt in den 442 Liter fassenden Kofferraum. Das Ladevolumen des ASX kann bis auf maximal 1219 Liter erweitert werden. Allerdings entsteht  nach dem Umklappen der Rücksitzlehne eine Schräglage auf dem Fahrzeugboden. Das ist weniger praktisch. Ein Fach unter dem Ladeboden gibt weiteren 30 Litern Raum und dank der Durchladeöffnung ist der Transport langer Gegenstände problemlos möglich. Die Ladekante ist mit 76 Zentimeter doch recht hoch. Die große Öffnung und die weit aufschwingende Heckklappe machen das Beladen jedoch einfach.

Alle Mann an Bord, alle Sachen verstaut - los geht es. Der von Mitsubishi selbst entwickelte Diesel, ein 1,8-Liter-Common-Rail-Aggregat, leistet im ASX 150 PS und erweist sich als laufruhig und spritzig. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei Tempo 200 (Werksangaben) erreicht. Für den Sprint aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer (km/h) benötigt der Mitsubishi 9,7 Sekunden. Der Verbrauch pendelt sich um 6,5 Liter ein (Normverbrauch: 5,6 Liter).

Rauen Fahrbahnbelag, Kopfsteinpflaster oder Bodenwellen filtert das Fahrwerk weitgehend weg bevor diese Stöße die Insassen unangenehm im Rücken treffen. Lastwechsel auf kurvenreichen Landstraßen meistert der ASX gleichwohl ohne Wankbewegungen. Der Allradantrieb schaltet sich bei Bedarf automatisch hinzu, bietet zudem aber auch die Wahl zwischen einem reinen Frontantrieb-Modus oder einer Untersetzung für leichte Geländefahrten.

Mit 31.890 Euro liegt der Mitsubishi ASX DI-D 4WD Instyle zwar 7.200 Euro über der Basisvariante. Doch in der Vollausstattungs-Version ist von Regensensor über Lederausstattung bis zu verdunkelten Scheiben fast alles an Bord, was Mitsubishi zu bieten hat. Einzig die Metallic-Lackierung kann zusätzlich bestellt werden (510 Euro).

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