Erfurt - Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste

Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste

Von: amv
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Schulweg
Selbst der kürzeste Heimweg kann für Kinder viele Gefahren bergen. Symbolfoto: Ralf Hirschberger/dpa

Erfurt. Ende des Monats beginnt wieder der Schulunterricht. „Damit nehmen Schüler wieder verstärkt am Straßenverkehr teil und müssen den täglichen Weg zur Schule und zurück meistern“, sagt Verkehrsexperte Torsten Hesse vom TÜV Thüringen in Erfurt. Besonders gefährdet sind erfahrungsgemäß Schulkinder, wenn sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

„Der kürzeste Weg muss nicht zwingend der sicherste sein“, gibt Hesse zu bedenken. „Ein kleiner Umweg erweist sich manchmal als weniger gefährlich“, meint der Verkehrsexperte. Gerade das Überqueren von verkehrsreichen Straßen und Kreuzungen stellt für die jungen Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung dar. Hier sollten immer Fußgängerüberwege und Ampeln genutzt werden.

In jedem Fall sollte der Schulweg so gewählt werden, dass das Überqueren von Straßen nur in gut einsehbaren Bereichen geschieht. Zwischen parkenden Autos oder hinter Müllcontainern die Straße zu passieren, kann für Schulkinder zu einer Gefahr werden. Aufgrund ihrer kleineren Silhouette werden sie von Autofahrern schlechter wahrgenommen. Eltern von Erstklässlern sollten die letzten freien Tage dazu nutzen, mit ihren Kindern den Weg zur Schule und zurück zu üben.

Das funktioniert am besten zu den Zeiten, an denen die Kinder auch ihren Schulweg bewältigen müssen. „Dabei ist es gerade für Erstklässler wichtig, dass ihnen die direkten Gefahren im Straßenverkehr genau erklärt werden und auf kritische Gefahrenstellen des Schulwegs besonders hingewiesen wird“, rät Torsten Hesse.

„Nach der letzten Stunde möchten Schulkinder möglichst schnell nach Hause. Sie denken auf dem Heimweg nicht darüber nach, ob sie von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Leichtsinnsunfälle beim Überqueren der Straße häufen sich besonders in den frühen Nachmittagsstunden. Autofahrern sollten daher immer darauf gefasst sein, dass ein Kind unverhofft die Straße überquert“, gibt Hesse zu bedenken.

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