Der Kleine: Neuvorstellung des Opel Karl

Von: amv
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Opel Karl
Der neue Opel Karl: Weniger poppig als der Adam, dafür vernünftiges Raumangebot zum niedrigen Preis. Foto: GM Company

Rüsselsheim. Nach dem Adam nun der Karl. Opel stellt dem Individualistenmobil Adam einen eher funktional-orientierten Bruder Karl zur Seite. Der soll im Kleinstwagensegment jene Kunden ködern, denen poppige oder nerdige Accessoires eher schnurz sind und die stattdessen einen niedrigen Preis suchen, ordentliche Fahreigenschaften sowie ein vernünftiges Raumangebot.

Im Gegensatz zum Brudermodell besitzt der kantig-gestylte Karl zwei hintere Türen mit vollversenkbaren Fenstern. Durch die Türöffnungen gelangt man überaus bequem auf die Rücksitzbank. Das Platzangebot im Fond reicht vergleichsweise bequem für zwei Erwachsene. Das gilt für die Kopffreiheit ebenso wie für den Raum vor den Knien, ohne dass Fahrer und Beifahrer sich einschränken müssen. Vor denen liegt ein Armaturenträger mit übersichtlich platzierten Anzeigen, deren chromglänzenden Einfassungen der Qualitätsanmutung des Autos gut tun. Die Bedienung ist übersichtlich gestaltet.

Für die Preisklasse wirken die verwendeten Materialien durchaus hochwertig. Dass der Karl anders als der Adam vor allem in Richtung Praxistauglichkeit konzipiert wurde, zeigt sich beispielsweise am Handschuhfach (mit Klappe) und den großzügig ausgelegten Türfächern. In ihnen können sogar Einliter-Flaschen verstaut werden. Das Gepäckabteil hinter der recht hohen Ladekante schluckt unterhalb der Abdeckung 195 Liter. Das langt, um zwei kleinere Trolleys plus eine große Tasche zu transportieren. Wird die Rücksitzlehne nach vorn geklappt, wächst das Ladevolumen bis auf 940 Liter. Opel bietet sein jüngstes Modell in drei Ausstattungsvarianten an, jedoch nur mit einer Motorversion: ein Einliter-Dreizylinder mit 75 PS. Der überträgt seine Kraft über ein Fünfgang-Getriebe auf die Vorderräder. Das Leistungsangebot reicht für einen munteren Antritt sowie im Stadtverkehr.

Bei der Fahrt über Land kann man ebenfalls mithalten. Dabei hält sich der Dreizylinder, der konstruktionsbedingt ein wenig blechern klingt, mit seinen Arbeitsgeräuschen zurück. Jenseits von Tempo 100 wird es dann lauter und deutlich betulicher bei der Beschleunigung. Opel nennt als Höchsttempo 170 Kilometer pro Stunde (km/h) und als Beschleunigungswert aus dem Stand auf Tempo 100 knapp 14 Sekunden. Auch ohne den Motor häufig zu fordern, ist es kaum zu schaffen, den Normverbrauch von 4,5 Litern zu erreichen. Bei einer Mischung aus Stadtverkehr, Landstraßen samt einigen kurzen Autobahnstücken bei ruhiger Fahrweise zeigte der Bordcomputer einen Wert von 6,4 Litern an.

Unterwegs folgt der Karl folgt brav den Befehlen seiner Fahrerin oder seines Fahrers, bleibt schier stur in der vorgegebenen Spur und lässt sich von schlechten Straßenabschnitten keineswegs aus der Ruhe bringen. Dazu kommt ein Wendekreis von 9,8 Metern. Opel nennt einen Einstiegspreis von 9500 Euro. In Sachen Sicherheit ist dann schon jede Menge an Bord, inklusive zwei Isofix-Befestigungssysteme hinten. In der teuersten Variante werden 12.900 Euro fällig und dann darf man sich unter anderem über Klimaautomatik, Audioanlage, Tempomat und Aluräder freuen.

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