Der Honda CR-V: Hier bleiben beide Hände am Steuer

Von: Sabine Neumann
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Honda CVR Ratgeber amv Hände am Steuer
Mit dem Honda CR-V kann der Fahrer alle Funktionen gemütlich vom Lenkrad aus bedienen. Der 160 PS starke SUV ist ab einem Preis von etwas weniger als 33.000 Euro zu haben. Foto: epa/Michael Nelson/dpa

Frankfurt. Das kleine Einmal-Eins des Autofahrens sagt, die Hände gehören ans Lenkrad. Keinerlei Zweifel daran wollten anscheinend die Entwickler des Multifunktions-Lenkrades im Honda CR-V aufkommen lassen. Um die 20 Funktionen - von der Lautstärkenregelung bis zur Bedienung einiger Assistenzsysteme - lassen sich über das Volant bedienen.

So verwirrend die Vielzahl der Tasten und Funktionsebenen anfangs sein mag, nach etwas Eingewöhnungszeit trägt dieses Bauteil im Endeffekt zum sicheren und komfortablen Reisen in dem Kompakt-SUV bei. Komfortabel haben es die Insassen in dem modern gezeichneten Viertürer auf jeden Fall.

Mit einer Länge von 4,60 Metern bewegt sich der CR-V am oberen Ende seines Segments. Der Radstand von 2,63 Metern spricht schon augenscheinlich dafür, dass innen viel Raum zur Verfügung steht. Während ein großzügiger Schnitt und eine hoch gezogene Lehne Fahrer- und Beifahrersitz gemein sind, lässt sich der Platz hinter dem Volant dank elektrischer Verstellmöglichkeiten auch in Höhe und Neigung individuell anpassen. Die Passagiere im Fond können sich ebenfalls über hohe Rückenlehnen freuen, die noch dazu in der Aufrichtung variabel sind.

In der zweiten Reihe fällt die Beinfreiheit selbst dann noch ordentlich aus, wenn vorne eine gut 1,80 Meter große Person sitzt. Einzig die Sitzflächen hinten dürften etwas länger und ausgeprägter ausfallen. Höchst vielschichtig in ihrem Aufbau zeigt sich die weit nach vorne gezogene Armaturentafel. Schon das große Rundinstrument informiert in unterschiedlichen Ebenen über Geschwindigkeit, Drehzahl und Betriebszustände wie Licht und Kühlmitteltemperatur. Temperatur, Uhrzeit oder Media-Information erscheinen auf einem kleinen Bildschirm, der nahe der Windschutzscheibe in einem tiefen Schacht liegt.

Die Einstellung von Navigation und Mediasystem oder das individuelle Set-Up des CRV erfolgt wiederum über den mittig platzierten und gut erreichbaren Sieben-Zoll-Touchscreen. Bis auf wenige Tasten, die etwas klein geraten sind, lassen sich alle Funktionen mühelos und intuitiv bedienen. Gepäckraum-Sorgen für eine längere Reise muss man sich nicht machen. Mit 589 Litern ist der Allradler bestens für die Urlaubsreise gerüstet. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch. Allerdings laufen Personen über 1,80 Körpergröße Gefahr, sich den Kopf zu stoßen. Die Ladekante ist angenehm niedrig und es gibt keine wesentliche Stufe zur Staufläche. Klappt man die Lehnen der Rücksitzbank um - ganz einfach über einen Hebel an der Kofferraumklappe - passen zwar 1627 Liter in den CR-V. Aber man sollte dabei das Gewicht der Ladung nicht aus den Augen verlieren. Mit 472 Kilogramm ist die erlaubte Zuladung nicht allzu üppig.

Zurrösen und kleine Netze in der Seitenwand dienen der Ladungssicherheit. Für einen angenehm-kraftvollen Vortrieb sorgt der 160 PS starke 1,6-Liter-Diesel. Schon im Drehzahlkeller steht ausreichend Kraft zur Verfügung. Beschleunigungs- oder Überholmanöver absolviert der Vierzylinder ohne Anstrengung. Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern liegt bei 2000 Umdrehungen an. Die Tempo-100-Marke wird laut Honda in zehn Sekunden erreicht, die Höchstgeschwindigkeit mit 197 Kilometern pro Stunde (km/h) ausgewiesen. Für den Verbrauch stehen an gleicher Stelle 5,1 Liter. Im Alltag mit einem Mix aus Stadt- und Landstraßenfahrten sowie einigen zügigen Touren über die Autobahn gibt der Bordcomputer 7,7 Liter an. Angesichts knapp 1,7 Tonnen Leergewicht ist das akzeptabel. Weniger wäre aber wünschenswert - und ist mit einem etwas zurückhaltenden Gasfuß durchaus erreichbar.

Keine Kritik lassen Laufruhe und Arbeitsgeräusche aufkommen. Dazu passend arbeitet die Neungang-Automatik unauffällig im Hintergrund. Und auch bei der Fahrwerksabstimmung haben die Ingenieure an die Langstreckentauglichkeit des Wagens gedacht. Federn und Dämpfer sind daher eher komfortabel ausgelegt, ohne zu weich zu sein. Unebenheiten des Straßenbelags oder wellige Autobahnabschnitte werden zumeist weggefiltert, bevor sie die Wirbelsäule der Reisenden belasten. Die Seitenneigung bleibt selbst bei schnell gefahrenen Kurven gering. Der permanente Allrad-Antrieb schaltet sich erst dann zu, wenn die Sensoren an einem der Räder zu viel Schlupf registrieren. In Szene setzt Honda den CR-V zweifellos mit einem üppig geschnürten Ausstattungspaket schon in der Basisversion (32 990 Euro plus 2100 Euro für die Automatik).

Nicht nur Klimaautomatik oder das Multifunktionslenkrad sind mit an Bord. Mit City-Notbremsassistent, Bergabfahrhilfe und Anhängerstabilisierung gehören bereits alle wesentlichen Assistenzsysteme zum Lieferumfang. Die Excellence-Version (plus 3700 Euro) lässt mit Lederausstattung und Privacy Glass dann kaum Wünsche offen. Das so genannte „Sensing-Paket“ (1950 Euro) bietet zusätzliche eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inklusive Kollisionswarnsystem und Spurhalteassistent. Ist das System aktiviert, bremst es den CR-V bei drohender Gefahr nicht nur selbstständig bis zum Stillstand ab. Es fordert Frau oder Mann am Steuer zudem nach sehr kurzer Zeit eindringlich auf, die Hände am Steuer zu lassen - und zwar beide. Das sagt bekanntlich eben schon das kleine Einmal-Eins des Autofahrens. 

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