Der Countdown läuft: HU nicht auf den letzten Drücker

Von: amv
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gelbe hu plakette
Die Gültigkeit der HU-Plakette lässt sich am hinteren Kennzeichen ablesen. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Erfurt. Der Countdown läuft: Fahrzeuge mit gelber Prüfplakette müssen bis zum 31. Dezember zur Hauptuntersuchung (HU). Torsten Hesse, Fahrzeugexperte vom TÜV Thüringen in Erfurt rät, nicht bis zum letzten Drücker zu warten.

Bei Überschreitung der HU-Prüffristen drohen Zusatzkosten oder gar Bußgelder, beziehungsweise ein Punkt im Fahreignungsregister - Verkehrssünderkartei - in Flensburg.

Die Gültigkeit der HU-Plakette lässt sich am hinteren Kennzeichen ablesen. Die auf der Plakette in 12-Uhr-Stellung angezeigte Zahl gibt den Monat, die zweistellige Zahl im inneren Kreis das Ablaufjahr an. Auch ein Blick in die Fahrzeugzulassung gibt Auskunft über den Termin zur nächsten Hauptuntersuchung.

Laut TÜV Thüringen versäumen viele Autofahrer zum Jahreswechsel den HU-Termin. Für Autos, deren HU-Termin bereits seit mehr als zwei Monaten abgelaufen ist, sieht der Bußgeldkatalog eine Ordnungsstrafe von mindestens 40 Euro vor. „Neben dem drohenden Bußgeld kommt auf die über zwei Monate überfälligen Fahrzeuge bei der HU ein umfangreicherer Prüfumfang zu. Das bedeutet für den Halter Zusatzkosten von 20 Prozent“, erläutert Hesse.

„Zudem kann die Versicherung im Falle eines Unfalls eine Verletzung der Sorgfaltspflicht des Halters unterstellen, sollte es sich beispielsweise nachträglich herausstellen, dass das Fahrzeug womöglich mängelbehaftet war“, gibt der Fahrzeugexperte zu bedenken. Halter wie Fahrer von Autos, deren HU mehr als vier Monate überzogen ist, kassieren nach dem aktuell gültigen Bußgeldkatalog einen Punkt in Flensburg und werden mit einer zusätzlichen Geldbuße von 60 Euro, nach Überziehung von acht Monaten mit sogar 75 Euro belegt.

Immer häufiger stellen die Prüfingenieure des TÜV Thüringen Fahrzeuge mit überfälliger HU-Plakette fest. Das aber ist kein Kavaliersdelikt. Zwar drohen Bußgelder für eine Überziehung erst ab dem zweiten Monat, dennoch warnt Fahrzeugexperte Torsten Hesse davor, den HU-Termin unnötig auf die lange Bank zu schieben, beziehungsweise verstreichen zu lassen.

„Wer sich überflüssigen Ärger, Rennerei und Zusatzkosten sparen möchte, sollte sein Fahrzeug fristgemäß vorstellen. Für Fahrzeuge mit einer abgelaufenen Prüfplakette kann durch Ordnungsämter oder Polizei bereits im ersten Monat der Überziehung eine Frist zur Zwangsvorstellung verhängt werden“, erinnert Torsten Hesse. Dadurch hat der Fahrzeughalter zusätzliche und unnötige Laufereien, um den Mangel abzumelden.

Nach Hesses Erfahrung sind es gerade Fahrzeughalter, deren Fahrzeuge mängelbehaftet sind, die ihren HU-Termin verstreichen lassen: „Ein auf die lange Bank geschobener HU-Termin bringt letztlich nichts. Im Zweifel kommen dann geballte Kosten für vernachlässigte Wartung des Fahrzeugs auf den Halter zu“, erklärt Hesse.

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