Der Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB Multiair weckt Emotionen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:

Frankfurt. Die Traditionsmarke Alfa Romeo weiß, wie man schicke Autos baut. Allerdings ist derzeit das Modellangebot mit dem Kleinwagen MiTo und der Giulietta höchst überschaubar. Dem Kompaktmodell hat der italienische Hersteller nun eine sehr dezente Überarbeitung spendiert. Die optischen Veränderungen nach der Überarbeitung fallen so gut wie nicht ins Gewicht.

Da ist es vermutlich eher den in Deutschland nicht gerade üppigen Verkaufszahlen und dem damit verbundenen seltenen Auftritt geschuldet, dass der kompakte Italiener nach wie vor viele Blicke auf sich zieht und aus dem Rudel der Kompaktmodelle heraussticht. Der Alfa weckt Emotionen. Für faktenorientierte Käufer ist er eher weniger attraktiv.

Keine Frage, die Designer haben dem „Julchen“ ein schickes Kleid geschneidert. Scharf gezogene Linien bilden einen schönen Kontrast zu den weichen Rundungen, den kurzen Überhängen und dem ausdrucksstarken Gesicht, aus dem sich der Kühlergrill mit der Scudetto, das Alfa-Markenzeichen, stolz in den Fahrtwind reckt. Das alles ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern drückt auch Agilität und Dynamik aus.

Das optische Versprechen lösen sowohl der 170 PS starke 1,4-Liter-Turbobenziner als auch das Fahrwerk ohne Einschränkungen ein. Vom Start weg hängt das Triebwerk wunderbar am Gas und zieht beim Überholen kraftvoll durch. Die Geräuschkulisse bleibt dank aufwändiger Maßnahmen zur Dämmung selbst in hohen Drehzahlbereichen in angenehmen Bereichen, wobei der kernige Sound etwa ab 3500 bis 4000 Touren richtig gut zum sportlichen Charakter der Giulietta passt.

Kombiniert ist der Motor mit einem leichtgängigen und tadellos abgestuften Sechsganggetriebe. Wer es eilig hat, muss allerdings einen entsprechenden Durst der Maschine einkalkulieren. Dann steht schnell mal eine Zehn vor dem Verbrauchskomma. Bei zurückhaltendem Gasfuß weist die Verbrauchsanzeige 8,5 Liter aus. Laut Werk beträgt der Durchschnittsverbrauch 5,7 Liter. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 Kilometer pro Stunde (km/h) wird demnach in 7,8 Sekunden absolviert.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 218 km/h. Wenn es um die Sportlichkeit geht, verdient sich auch das Fahrwerk gute Noten. Blitzsauber wieselt der Italiener durch schnell gefahrene Kurven. Die direkte Lenkung trägt dazu bei, dass der Wagen tadellos seine Spur bleibt zieht und den Mensch am Steuer vor keinerlei Probleme stellt. Überdies sind Federung und Dämpfung nicht so kompromisslos hart abgestimmt, dass Fahrten über schlechte Wegstrecken zur Tortur werden.

Sauber werden die meisten Schläge und Stöße weggefiltert. Das sorgt ebenso wie die fest gepolsterten Sitze und das gute Raumgefühl dafür, dass die Insassen auch längere Fahrten entspannt genießen können. Leichte Einschränkungen müssen allerdings die Fondpassagiere akzeptieren. Die Fuß- und Kniefreiheit stößt bei einem Auto dieser Größenordnung naturgemäß an ihre Grenzen.

Doch selbst mit einer Körpergröße von 1,83 Metern kann man hinten noch ordentlich sitzen. Die Verarbeitungsqualität des Innenraums und seine Funktionalität sind gelungen. Aber, es gibt nur wenige und vergleichsweise kleine Ablagefächer. Der Kofferraum bietet ein Ladevolumen von 350 Litern.

Da lassen sich einige Gepäckstücke verstauen. Wird die Rückbank umgeklappt, was einfach zu handhaben ist, stehen 1045 Liter zur Verfügung. Das kann sich sehen lassen. So wie die überaus umfangreiche Ausstattung in der Top-Version Turismo für 25.400 Euro. Ein Preis-Wert-Verhältnis, das die Giulietta noch attraktiver macht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert