Das schafft klaren Durchblick bei Autoscheiben

Von: amv
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Fahrer wischt Windschutzscheibe
Beim Putzen der Autoscheiben kann man getrost auf gängige Hausmittel verzichten. Foto: Franziska Gabbert

Bonn. Es ist immer das gleiche, frustrierende Ergebnis: Trotz größter Sorgfalt bleiben nach dem Reinigen der Fahrzeugscheiben unansehnliche Putzstreifen auf dem Glas. „Vergessen Sie die Hausmittelchen“, rät Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) in Bonn.

„Ganz gleich ob Zeitungspapier, Ledertuch oder Weizenkorn als Reinigungsmittel - alles Schmierkram.“ Zeitungspapier ist meistens bedruckt, Druckerschwärze fettig, der Misserfolg schier vorprogrammiert. Ledertücher wiederum radieren auf trockenem Glas, hinterlassen dabei sichtbaren Abrieb wie ein Autoreifen auf der Straße beim zu hastigen Anfahren. Genau darum geht es aber beim Scheibenputzen: Das Glas komplett zu trocknen, damit kein Rückstand des Putzmittels als Streifen sichtbar bleibt.

„Dazu braucht es exakt vier Hilfsmittel, einen Schwamm, Glasreiniger, Küchenkrepp und Schatten“, erläutert Köster „und alles in ordentlicher Qualität, damit nichts fusselt oder klebt“. Die Putzaktion beginnt damit, dass man sich erst einmal die eigenen Hände wäscht und gut trocknet. Dann heißt es, drei Blätter Küchenkrepp abrollen. Diese zu drei Lagen aufeinanderlegen und dann zweimal falten, den Papierstapel an einem sauberen Platz in Griffweite ablegen, zum Beispiel auf einem vierten Blatt.

Nun den Reiniger nicht zu geizig auf den Schwamm sprühen und damit die Scheibe zügig einreiben. Nie Glasreiniger direkt aufsprühen, ein paar Spritzer gehen immer daneben und können Flecken beispielsweise auf dem Armaturenbrett verursachen. Bei sehr großen Frontscheiben wie etwa von Vans Hälfte für Hälfte nacheinander bearbeiten.

Wenn das Glas überall - die Ränder nicht vergessen - mit Reiniger benetzt ist, sofort das Papier nehmen und einmal um den ganzen Rand der Scheibe wischen. So wird vermieden, dass beim folgenden vollständigen Trocknen der Fläche immer wieder Flüssigkeit in die Mitte gezogen wird. Das Trocknen an sich läuft ab wie gewohnt, in fließender und abwechselnder Auf-Ab- und Links-Rechts-Bewegung. Wichtig ist nur, dass es schnell geschieht. So schnell, dass der Reiniger vom Papier aufgenommen wird, ehe er auf der Scheibe antrocknet.

Deshalb ist es auch wichtig, das Fahrzeug im Schatten zu parken. Wobei warmes Wetter generell ungünstig ist zum Scheibenputzen. Und natürlich muss das Papier gewendet und neu gefaltet werden, bevor es durchfeuchtet. Unterschiedlicher Kraftaufwand beim Wischen zeigt dabei an, wenn es noch feuchte Stellen auf dem Glas gibt. „Erst wenn sich das Papier gleichmäßig schwergängig bewegen lässt, ist die Trocknung beendet“, schildert Köster sein Erfahrungen, „und dann sollte die Scheibe wirklich streifenfrei klar sein“.



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