Das ist wichtig für den Reifenwechsel

Von: amv
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Mit dem Frühlingsbeginn startet entsprechend wieder die Reifenwechselsaison. Foto: dpa/David Ebener

Berlin. Der Winter legt zwar derzeit noch einmal nach. Aber sein Ende ist absehbar. Mit dem Frühlingsbeginn startet entsprechend wieder die Reifenwechselsaison. Viele Autofahrer greifen selbst zu Schraubenschlüssel und Wagenheber, gilt doch der Wechsel auf Sommerreifen als vergleichsweise einfache handwerkliche Tätigkeit.

„Dabei sind gerade beim Radwechsel einige wichtige Details und Regeln zu beachten, damit die Sicherheit gewährleistet bleibt und das Material geschont wird“, geben die Fachleute des Handwerkerportals MyHammer in Berlin zu bedenken. Ganz obenan steht vor dem Wechsel der Pneus die Prüfung der Profiltiefe.

Unter drei Millimetern wird es kritisch. „Schon Reifen mit 2,6 Millimetern Profil haben auf nasser Fahrbahn keine Sicherheitsreserven mehr“, warnt Thomas Salzinger, Reifenfachmann von TÜV Süd. Entsprechend empfiehlt er, keinesfalls bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern zu warten, sondern am besten bei drei Millimetern zu wechseln.

Wer selbst zur Tat schreitet, sollte zudem wissen, wo der Wagenheber anzusetzen ist. Falsch platziert, droht das Auto vom Wagenheber abzurutschen und wohlmöglich den Freizeit-Monteur ernsthaft zu verletzen. Ebenso sind teure Karosserie- und andere Fahrzeugschäden bei einer unsachgemäßen Bedienung nicht auszuschließen. Hinweise zur korrekten Platzierung des Wagenhebers finden sich üblicherweise in der PKW-Bedienungsanleitung.

Viele Fahrzeuge sind mit laufrichtungsgebundenen Reifen ausgestattet. Werden solche Reifen entgegen der vorgeschriebenen Laufrichtung montiert, kommt es zu einer wesentlich stärkeren Abnutzung des Reifenprofils und einer deutlichen Verschlechterung des Fahrverhaltens. Ein weiterer Fehler ist oftmals, die Radschrauben werden zu locker oder zu fest angezogen.

Sind die Schrauben nicht mit dem richtigen Anzugsmoment festgezogen, kann es schnell zu Schäden an Radmutter, Gewinde und den Felgen kommen. Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, dass sich die Räder während der Fahrt lösen. Zu fest angezogene Schrauben stehen unter einer erhöhten Spannung, was einen Materialbruch bei Belastung zur Folge haben kann.

Deshalb sollte ein Drehmomentschlüssel benutzt werden, mit dem das korrekte Anzugsmoment voreingestellt werden kann. Das richtige Drehmoment kann der Betriebsanleitung entnommen oder beim Hersteller erfragt werden. Wichtig: Nach 50 bis 100 Kilometern steht eine Überprüfung der Radschrauben an.

Neben dem korrekten Anzugsmoment sollte bei der Reifenmontage zudem darauf geachtet werden, die Radschrauben in der richtigen Reihenfolge festzuziehen. Optimal ist ein Verschrauben über Kreuz und in mehreren Etappen.

Werden die Schrauben hingegen der Reihe nach angezogen, ist der Anpressdruck an der Nabe nicht gleichmäßig verteilt. Das Rad verkantet sich, wodurch ein sauberer Rundumlauf nicht mehr gegeben ist. Nach dem Radwechsel heißt es, nötigenfalls der Reifendruck zu korrigieren, sonst steigen Verbrauch wie Verschleiß und die Fahrsicherheit leidet.

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