Citroen DS4 HDi165 SportChic: Ein Franzose zwischen Für und Wider

Von: Sabine Neumann, dapd
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Dieser Wagen ist ebenso etwas fuer Spielkinder wie fuer Lifestyle-Juenger und ambitionierte Autofahrer: Der Citroen DS4 bietet jede Menge charmanter Details, die sowohl die Optik als auch das Fahrerlebnis fast zur Nebensache werden lassen. Aber auch in diesen Disziplinen hat er etwas zu bieten. Foto: dapd

Köln. Dieser Wagen ist ebenso etwas für Spielkinder wie für Lifestyle-Jünger und ambitionierte Autofahrer: Der Citroen DS4 bietet jede Menge charmanter Details, die sowohl die Optik als auch das Fahrerlebnis fast zur Nebensache werden lassen. Aber auch in diesen Disziplinen hat er etwas zu bieten.

In den 50er Jahren wurden die diversen DS-Modelle mit ihrer avantgardistischen Technik „Göttin” genannt - in Anlehnung an den französischen Begriff déesse (Göttin).

Heute steht das Kürzel DS für die etwas extravaganteren Versionen der verschiedenen Baureihen. Im Fall des DS4 hat also der C4 Pate gestanden. Doch anders als der Kompakte steht die Edelversion deutlich höher und wuchtiger auf der Straße und vereint Züge eines Geländegängers und eines Coupés in sich.

Letzteren Eindruck haben die Designer durch eine optische Täuschung verstärkt: Die Griffe der hinteren Türen sind optisch geschickt in den spitz in die C-Säule ragenden Fenstern versteckt. In der Praxis aber sorgt genau diese Spitze für ein kleines Problem beim Ein- und Aussteigen: Leicht kommt es dabei zum unverhofften und unangenehmen Körperkontakt mit der Ecke. Das ist aber auch das einzige Manko der ansonsten gelungenen Architektur mit der entscheidenden Prise Extravaganz.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten im Innenraum

Über diese dürfen sich die Passagiere auch im Innenraum freuen. Zur Stimmung passender Klang oder die entsprechende Farbe gefällig? Im DS4 ist das möglich. Der Wagen bietet nicht nur zahlreiche Variationen bei den Tönen für den Blinker oder akustischen Warnsignalen.

Auch bei der Beleuchtung der Instrumente hat der Fahrer die freie Wahl. Von weiß-irisierend bis zu kobaltblau ist alles geboten und kann über zwei Tasten in der Armaturentafel rasch verändert werden. Der Hintergrund des Bildschirms wechselt auf Wunsch von einem seriösen Braunton über Nachtblau zu kühlem Grau. Diese Vielfalt ist durchaus nett und gelungen. Die zahlreichen Schalter und Tasten auf Lenkrad und Mittelkonsole können allerdings schon für ein wenig Verwirrung sorgen.

Dieses Für und Wider begegnet einem immer wieder im elegant gezeichneten und gut verarbeiteten Innenraum des 4,27 Meter langen DS4. Fahrer und Beifahrer nehmen zwar auf guten Halt gebenden Sportsitzen Platz und können sich an der weit in das Dach reichenden Panorama-Windschutzscheibe erfreuen.

Hinterbänkler müssen jedoch bereit sein, Kompromisse einzugehen: Die Kniefreiheit ist tadellos, doch das coupéhafte Dach schränkt für groß gewachsen Personen den Raum nach oben spürbar ein. Zudem lassen sich die hinteren Seitenscheiben nicht komplett nach unten versenken.

Mit einem Fassungsvolumen von 385 Litern ist die Kapazität des Kofferraums großzügig bemessen. Allerdings ist die Ladekante recht hoch. Zudem bleibt eine Stufe stehen, wenn zur Vergrößerung der Ladefläche die Lehnen der Rücksitzbank asymmetrisch umgeklappt werden. Da ist es wieder, das „Wider”.

Jede Menge Kraft beim Beschleunigen

Dem Verspielten, Ungewöhnlichen in Design und Ausstattung steht in den technischen Disziplinen solide Ingenieurskunst gegenüber. Der 163 PS starke Diesel mit Partikelfilter sorgt für viel Durchzugsfreude und hat jede Menge Kraft beim Beschleunigen. Weder Vibrationen noch Arbeitsgeräusche stören die Fahrt. Damit macht der Citroen sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn eine gute Figur.

Eine Schaltanzeige im Display erinnert daran, das präzise arbeitende Sechs-Gang-Getriebe rechtzeitig hoch- oder runterzuschalten. Bei einer ausgewogenen Mischung aus Stadt- und Überlandfahrten kommt der Selbstzünder mit durchschnittlich knapp sechs Litern Sprit aus.

Gute Arbeit haben auch die Fahrwerksentwickler geleistet: Trotz einer Höhe von 1,53 Metern zeigt die Karosserie selbst bei schnelleren Kurvenfahrten keine Wankbewegungen. Federn und Dämpfer sind angenehm straff abgestimmt, ohne dass sich jede Querrille im Straßenbelag unangenehm im Rücken der Passagiere bemerkbar macht.

Deutlich bemerkbar macht sich hingegen der Anspruch, einen besonderen Stellenwert in der Citroen-Produktpalette einzunehmen. Ein Schnäppchen in der Kompakt-Klasse ist der Wagen nicht.

Dafür ist das Spitzenmodell „SportChic” (ab 28.400 Euro) mit so gut wie allem ausgestattet, was es an Sicherheits- und Komforttechnologie gibt: Ob Audiosystem, Massagesitze vorne, Totwinkel-Assistent, Tempomat oder ein Parklückendetektor - alles ist mit an Bord. Und für 950 Euro Aufpreis ist auch noch ein Navigationssystem im Lieferumfang enthalten.
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