BMW Concept-Serie: Elektromobile mit futuristischem Design

Von: Werner Poggenpohl, dapd
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BMW hat seine Karten offengelegt und mit zwei Concept-Studien gezeigt, wie man künftig im wachsenden Markt der Elektromobile mitfahren möchte. Der BMW i3 Concept ist ein konsequent nachhaltig gestaltetes Fahrzeug für den Stadtverkehr, laut BMW ein „Megacity Vehicle” - rein elektrisch angetrieben und geschneidert für die Anforderungen einer emissionsfreien Mobilität. Foto: BMW AG, dapd

München. BMW hat seine Karten offengelegt und mit zwei Concept-Studien gezeigt, wie man künftig im wachsenden Markt der Elektromobile mitfahren möchte. Der BMW i3 Concept ist ein konsequent nachhaltig gestaltetes Fahrzeug für den Stadtverkehr.

Laut BMW ein „Megacity Vehicle” - rein elektrisch angetrieben und geschneidert für die Anforderungen einer emissionsfreien Mobilität.

Der BMW i8 wiederum soll die spritzige Leistung eines Sportwagens mit hochgradiger Effizienz vereinen und den alten Unternehmensslogan „aus Freude am Fahren” zeitgemäß umsetzen. Produktionsort für die beiden BMW-Elektromobile wird Leipzig, wo auch die Elektromotoren in eigener Regie entwickelt werden.

Insgesamt will das Werk 400 Millionen Euro investieren und gut 800 Arbeitsplätze schaffen. Ab 2013 soll die Serienfertigung laufen. Über die Preise schweigen sich die Verantwortlichen noch aus - doch unter 40.000 Euro dürfte sich kaum etwas tun.

Vermarktet werden die Elektromobile als Sub-Marke unter dem Namen „BMW i”. Hier bündelt der Münchner Konzern künftig alle Aktivitäten, die irgendetwas mit Elektromobilität zu tun haben - von Apps bis Autos.

Im Unterschied zu anderen Anbietern von Elektroautos greift BMW nicht auf aktuelle Modelle zurück, sondern konzentriert sich auf Neuentwicklungen. Basis beider Concept-Cars ist ein intelligenter Leichtbau mit innovativem Materialeinsatz - zum Beispiel Aluminium beim Rahmen des i3. Die Passagierkabine ist aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt und weitgehend mit Karosserieteilen aus Kunststoff umgeben.

Entsprechend robust ist deshalb auch die Crashstruktur. Diese Konstruktionsweise minimiert das Gewicht, geht aber mächtig ins Geld. Die Münchener Autobauer verstehen sich als Premium-Hersteller, und dieser Anspruch zeigt sich nicht nur beim Hybrid-Sportler i8, sondern in verstärktem Maße auch beim i3. Beide Modelle sind echte Hingucker, jeweils mit einem futuristisch anmutenden Design, bei dem ein hoher Anteil Glasflächen eine wesentliche Rolle spielt.

Den i8 nennt BMW „ein Symbol des Fortschritts”. Er kombiniere „die spritzige Leistung eines Sportwagens mit hochgradiger Effizienz”. Genau betrachtet handelt es sich bei dem Fortschrittssymbol um einen 2+2-Hybrid-Sportler mit zwei Antriebseinheiten, einem E-Motor mit 130 PS und 250 Newtonmetern (Nm) sowie einem 1,5-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 223 PS und 300 Nm.

Das ergibt eine Systemleistung von 353 PS und 550 Nm. Entsprechend sind die Fahrleistungen mit Beschleunigungswerten von 0 bis 100 km/h in etwa 4,6 Sekunden (Werksangaben). Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt.

Rein elektrisch bewegt kommt der i8 auf eine Reichweite von etwa 35 Kilometern. Das Wiederaufladen der Lithium-Ionen-Akkus dauert zwei Stunden. Wenn der Benzinmotor mit in das Antriebsgeschehen eingreift, soll der Normalverbrauch nach Werksangaben bei 2,7 Litern liegen. Entsprechend niedrig sollen die Emissionswerte sein.

Ohne lokale Emissionen fährt dagegen der BMW i3, mit dem die Bedürfnisse an ein Stadtmobil für vier Personen erfüllt werden sollen. Für einen temperamentvollen Antrieb sorgt hier ganz allein ein Elektromotor mit 170 PS und 250 Nm, der den Sprint aus dem Stand laut Hersteller auf 100 km/h in 7,9 Sekunden erledigt und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h kommt.

Die Reichweite beträgt etwa 160 Kilometer (Werksangaben). Um wieder aus dem vollen Ladevolumen zu schöpfen, muss der i3 sechs Stunden lang an die Steckdose. Optional wird eine Schnellladung angeboten, die nach einer Stunde wieder 80 Prozent der Batterie-Kapazität garantiert.

Bei einer ersten Sitzprobe überraschte der Dreier mit einem ordentlichen Ladevolumen von 200 Litern und gegenläufig öffnenden Türen. Kein Mitteltunnel teilt den Fahrgastraum. Der Innenraum wirkt dadurch offen und luftig, ein Eindruck, der für die Insassen durch die erhöhte Sitzposition auf den vorne wie hinten durchgehenden Sitzbänken noch verstärkt wird.
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