Beschlagene Scheiben: Die Suche nach der Ursache

Von: amv
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Winter auto Scheiben beschlagen
Im Herbst wird es nicht nur kalt im Auto, die Scheiben beschlagen auch. Foto: dpa

Hannover. Das Problem plagt viele Autofahrer: Beschlagene Scheiben. Im Herbst passiert dies öfter, weil es kühler und feuchter wird. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit speichern als warme Luft. Deshalb kondensiert die Feuchtigkeit besonders nachts an den kalten Gläsern.

Bevor man dann morgens im Blindflug startet, sollte man zunächst das Gebläse von Umluft auf Frischluftzufuhr umstellen und die Luftverteilung mit hoher Stufe auf die Frontscheibe richten, raten Fachleute von TÜV Nord in Hannover: „Stellen Sie außerdem die Heizung auf warm und halten Sie die Fenster geschlossen.“ Ist eine Klimaanlage vorhanden, hilft sie, den Innenraum zu entfeuchten. Ist so der erforderliche Durchblick nicht zu erreichen, muss man sich auf Fehlersuche begeben. Zunächst sollte laut den TÜV-Fachleuten kontrolliert werden, ob die Lüftungsschlitze im Motorraum unterhalb der Frontscheibe frei von Laub und Verschmutzungen sind. Auch im Kofferraum oder an der Heckscheibe sitzen solche Entlüftungsöffnungen. Sind sie verstopft, kann das zu beschlagenen Scheiben führen.

„Außerdem kann sich im so genannten Luftberuhigungskasten oder in der Heizung Wasser sammeln, das früher oder später in den Innenraum leckt und dann ebenfalls zu beschlagenen Scheiben führt", fügt Dietmar Clysters von Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald an. Ob die Abläufe offen sind, lässt sich einfach testen: „Vorsichtig ein Glas Wasser in die Vertiefungen gießen“, rät Clysters. Kurz darauf sollte die Flüssigkeit im Bereich der vorderen Radkästen auf die Straße laufen.

Andernfalls können Autobesitzer versuchen, die Abflüsse vorsichtig freizustochern. „Dafür eignet sich ein weicher Draht oder der Kunststoffstiel eines Wattestäbchens“, empfiehlt Vincenzo Lucé vom TÜV Süd und „auf keinen Fall scharfe Werkzeuge verwenden, sie könnten das Fahrzeug beschädigen“. Bei älteren Autos sind vielfach die Dichtungen an Türen, Schiebedach oder Fenstern marode und lassen Feuchtigkeit ins Innere. Mit speziellen Pflegemitteln wie Silikonölen lässt sich dem entgegenwirken. Riecht es bereits muffig und sind die Teppiche ständig feucht, sollte das Auto entfeuchtet werden. Im Baumarkt gibt es dafür spezielle Luftentfeuchtungsgeräte oder Luftentfeuchtungsmittel. Hält sich allerdings hartnäckig die Feuchtigkeit, empfiehlt es sich, eine Fachwerkstatt ansteuern.

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