Benzinpreise: Das Grauen im Morgengrauen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Tanken Treibstoff
Autofahrer, aufgepasst: Wer beim Tanken Geld sparen will, sollte am frühen Abend an die Tankstelle fahren. Foto: dpa

München. Autofahrer, die beim Tanken Geld sparen wollen, sollten am frühen Abend an die Tankstelle fahren. Das empfiehlt der ADAC in München mit Blick auf seine Preisbeobachtungen. Nach den Auswertungen des Autoclubs sind die Treibstoffpreise am frühen Morgen am höchsten, spät nachmittags und abends am niedrigsten.

Das Sparpotenzial im Verlauf einer Woche betrachtet beziffert der Autoclub bei Benzin mit 11,1 Cent pro Liter, bei Diesel mit 10,6 Cent. Um sich einen Preisüberblick zu verschaffen, greifen immer mehr Autofahrer zu Websites oder Apps, die auf Daten der sogenannten Markttransparenzstelle (MTS) basieren.

Eine Liste der zugelassenen Verbraucher-Informationsdienste, über deren Angebote die Preisdaten abrufbar sind, findet sich auf der Homepage des Bundeskartellamtes (http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/MTS-K/VerbraucherW3DnavidW26132.php). Verbraucherschützer raten zu kostenlosen Apps, solange diese die Daten der Benzinpreisstelle wiedergeben. Hinweise darauf lassen sich vor dem Download in den Beschreibungen der Apps finden oder werden in der Übersicht als Datenquelle mit MTS gekennzeichnet.

Neben der Treibstoffsorte kann bei der Suche per App neben der Marke und dem Preis auch der Suchradius festgelegt werden. Das macht Sinn. Kilometerweite Anfahrten um ein paar Cent weniger ausgeben zu müssen, lohnen kaum. Vincenzo Luca von TÜV Süd warnt: „Viele Autofahrer unterschätzen die entstehenden Kosten pro gefahrenem Kilometer.“ Wer gar mit kaltem Motor extra zur Zapfsäule startet, verrechnet sich sowieso. In der ersten Minute nach dem Kaltstart ist der Spritverbrauch bis zu 50 Prozent höher und die meisten Emissionen fallen an.

„Ein durchschnittlicher Benzinmotor verbraucht in der Startphase rund 30 Liter Sprit auf 100 Kilometer und emittiert dann einen Großteil der Kohlenwasserstoffe“ , gibt Vincenzo Luca zu bedenken und rät: „Grundsätzlich sollte man entlang seiner Route tanken, Umwege kosten letztendlich Geld.“ Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe läuft bis zum 30. November im Probebetrieb und geht am 1. Dezember 2013 in den Regelbetrieb über.

Seit dem 31. August diesen Jahres sind Unternehmen, die öffentliche Tankstellen betreiben oder über die Preissetzungshoheit an diesen verfügen, verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel in Echtzeit an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zu melden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert