Beim Überholen von Radlern Mindestabstand einhalten

Von: amv
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Der Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern wird oft nicht eingehalten. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

München. Beim Überholen eines Radfahrers halten Autofahrer vielfach nicht den vorgeschrieben Seitenabstand ein, kritisiert der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München.

„Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt in Paragraf Fünf einen ausreichenden Sicherheitsabstand vor und die Rechtsprechung geht dabei von mindestens 1,5 Meter aus“, erläutert KS-Sprecher Thomas Achelis die Regeln.

Ab 90 Kilometer pro Stunde (km/h) müssen es sogar zwei Meter Abstand sein. Das gilt laut KS auch für Lastwagen, bei schlechten Straßenverhältnissen mit Schlaglöchern oder winterlicher Fahrbahn, bei starkem Wind sowie beim Überholen radfahrender Kinder oder wenn ein Kind auf dem Rad mitgenommen wird.

Sollte es unmöglich sein, den erforderlichen Abstand einzuhalten, darf der Autofahrer nicht Überholen. Er muss hinter dem Radfahrer bleiben. Thomas Achelis: „Selbst wenn es nicht zu einem Unfall kommt und niemand verletzt wurde, muss der Autofahrer, der den Abstand nicht einhält, mit einer Anzeige wegen Nötigung oder Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen.“

Der Bundesgerichtshof hat schon 1967 entschieden, dass ein Überholer schon dann gegen die StVO verstößt, wenn er den Radfahrer erschreckt und damit zu einer Fehlreaktion veranlasst. „Fühlt sich der Radler bedroht oder wird er unsicher, ist der Abstand in jedem Fall zu gering“, gibt Achelis zu bedenken.

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