München - Beim Reifenwechsel die Bremsen inspizieren

Beim Reifenwechsel die Bremsen inspizieren

Von: amv
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Aufgepasst: Autofahrer sollten beim Reifenwechsel immer mal wieder einen Blick auf den Zustand der Bremsen werfen. Die Beläge können beispielsweise Auskunft geben. Foto: Patrick Pleul/dpa

München. Beim halbjährlichen Räderwechsel sollten Autofahrer einen Blick auf die Bremsen werfen. „Sie können die Stärke der Beläge prüfen und schauen, ob die Scheiben etwa Risse oder Verfärbungen haben“, ermuntert Philipp Schreiber von TÜV Süd in München zur Eigeninitiative.

Doch ebenso den abmontierten Winterpneus sollte man einen kritischen Blick gönnen und sie fachgerecht für die nächste Saison lagern. „Bei Scheibenbremsen sind die Beläge seitlich einsehbar“, erläutert der TÜV Süd-Fachmann. Eine Kerbe im Belag zeigt an, wann dieser abgenutzt ist und getauscht werden sollte. Die Verschleißgrenze des Belags ist spätestens bei etwa zwei Millimetern erreicht.

Wer also bis zum nächsten Reifenwechsel ohne zusätzlichen Werkstattaufenthalt fahren will, sollte darauf achten, dass die Beläge abhängig von der Halbjahres-Laufleistung entsprechend deutlich über zwei Millimeter Belagstärke aufweisen.
 
Bei Trommelbremsen kann man meist durch ein Guckloch innen am Ankerblech die Belagstärke schätzen. „Eine genaue Taxierung ist jedoch nur nach Demontage der Bremstrommeln möglich und das sollte man einer Werkstatt überlassen“, rät Schreiber: „Überhaupt empfiehlt sich bei allen Arbeiten an der Bremsanlage die Hilfe eines Fachmanns, wobei einige Preisvergleiche rasch Einsparungspotenziale eröffnen.“

Sach- und fachkundige Hilfe ist ebenso angesagt, wenn die Bremsscheiben beispielsweise Verfärbungen aufweisen. Leichter Oberflächenrost hingegen ist selten ein Problem. Dieser Flugrost wird entfernt, wenn man etwas stärker abbremst.
 
Vor dem Einlagern der Winterpneus empfiehlt der TÜV Süd-Fachmann sich die Reifen genau anzusehen: „Besitzen sie nur noch eine Profiltiefe von vier Millimetern, ist Ersatz angesagt.“ Dies ist ebenfalls bei Reifen zu empfehlen die älter als acht Jahre sind.

Das Herstellungsdatum verbirgt sich in der DOT-Codierung auf der Reifenflanke. Die beginnt mit den drei Buchstaben „DOT“. Dann folgen eine Buchstaben-Zahlen-Kombination und anschließend vier Ziffern, die das Herstellungsdatum anzeigen. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die letzten beiden für das Jahr – bei „2308“ wäre das Herstellungsdatum die 23. Kalenderwoche im Jahr 2008.
 
Ebenfalls sparen kann man sich die Sommerpause, wenn die Reifenflanken Beulen oder tiefe Risse zeigen. Schreiber: „Das deutet auf Beschädigungen der Karkasse hin. Der Reifen darf nicht mehr eingesetzt werden.“

 
Vor dem Abmontieren sollten die Reifen gekennzeichnet werden, etwa „VR“ für „vorn rechts“. „Die Markierung erleichtert die Montage im kommenden Winter und ist nötig bei Reifen mit vorgegebener Laufrichtung“, erläutert der TÜV Süd-Fachmann. Dann noch den Reifendruck um 0,5 bar erhöhen und die Reifen auf Felgen übereinander liegend stapeln oder einzeln an speziellen Wandhaken aufhängen.
 
Wer beim saisonalen Wechsel Neureifen aufzieht, sollte für die ersten 300 Kilometer auf Sprintstarts, sportliche Kurvenfahrten, hohe Geschwindigkeiten sowie unnötig heftige Bremsmanöver verzichten.
„Es dauert eine gewisse Zeit, bis ein Neureifen nach der Montage 100-prozentig fest an der Felge haftet“, begründet der TÜV Süd-Fachmann seinen Rat: „Die Montagepaste muss erst trocknen. Andernfalls kann sich der Reifen auf der Felge leicht verdrehen und müsste nachgewuchtet werden.“
nom


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