Frankfurt/Main - Beim Gewichtsparen zählt jedes Teil im Auto

Beim Gewichtsparen zählt jedes Teil im Auto

Von: dpa
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Frankfurt/Main. Der ständige Zwang zu noch leichteren Materialien ist nicht nur eine Herausforderung für die Autobauer. Auch die Innovationen der Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle. Das zeigt etwa das Beispiel des Kolbenspezialisten Mahle:

- Bei den Kolben im Motor gilt vereinfacht gesagt das Prinzip: Immer weniger Gewicht bei immer mehr Widerstandsfähigkeit. Denn je leichter ein Kolben ist, desto geringer ist auch seine Masse in der Rotation des Motors - und das hilft beim Spritsparen.

- Neben der reinen Materialseite tüfteln die Mahle-Ingenieure auch ständig an Ideen für Kolben, die mit weniger Einzelteilen und einem einfacheren Zusammenbau auskommen. Auch das spart Gewicht.

- Ein besonderer Knackpunkt sind die Kolbenoberflächen. Je härter und glatter sie an den Laufflächen sind, desto weniger Reibung lassen sie zu. Mahle setzt dabei in der Regel auf Materialbeschichtungen. Neben dem Ziel geringerer Reibung steht dabei auch die „Fresssicherheit” im Vordergrund - eine der Garanten gegen den sogenannten „Kolbenfresser”.

- Anderes Motormaterial, andere Herausforderung: Für die Kolben in Zylinderlaufflächen aus dem Leichtbaustoff Aluminium setzt Mahle auf eine Kunstharzbeschichtung, die mit Eisenpartikeln verstärkt wird. Erst dieser Spezialüberzug ermöglicht es dem Zulieferer, Aluminiumkolben für reine Aluminiummotorblöcke anbieten zu können.

- Turbolader nutzen die Abgasenergie für die Zwangsbeatmung des Motors. Nach Angaben des Unternehmens hatten gewöhnliche Dieselmotoren früher eine Leistung von weniger als 30 Kilowatt (40 PS) pro Liter Hubraum. Heute sind dank der Turbohilfe Werte von 70 Kilowatt (etwa 94 PS) pro Liter Hubraum üblich - also locker eine Verdoppelung der Leistung. Bei den Benzinern waren es früher 55 Kilowatt (74 PS) pro Liter. Mit Turbo erreichen sie heute etwa 100 Kilowatt (134 PS) pro Liter.

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