Beim Fahren die Herbstgefahren minimieren

Von: amv
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Laub Fahrbahn
Bei nassem Laub auf der Fahrbahn kann eine Autofahrt leicht gefährlich werden. Foto: dpa

Hannover. Feuchtes Laub auf der Fahrbahn, die frühe Dämmerung sowie Wind und Nässe lassen das Unfallrisiko im Herbst ansteigen, warnt der TÜV-Nord in Hannover. Vor allem aber Nebel ist in den Herbsttagen eine allerorts drohende Gefahr. Autofahrer sollten sich entsprechend wappnen. "Gerade in der Nähe von Flüssen und in Talsenken treten die Sichtverschlechterungen oft unvermittelt auf", erinnert Eberhard Lang vom TÜV.

Die richtige Sicherheitstaktik laute, "Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern einhalten, die Geschwindigkeit maßvoll drosseln und Nebelscheinwerfer sowie gegebenenfalls die Nebelschlussleuchte einschalten". Keinesfalls solle man unbegründet schlagartig bremsen, das gefährde immer den rückwärtigen Verkehr, gibt Lang zu bedenken.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt das Einschalten des Abblendlichts bei eingeschränkter Sicht vor. Zusätzlich dürfen bei derartigen Witterungsverhältnissen die Nebelscheinwerfer aktiviert werden und nur wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt, darf die Nebelschlussleuchte zugeschaltet werden.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Sichtweiten unter 50 Metern ist auf maximal 50 Kilometer pro Stunde (km/h) begrenzt, wenn nicht sogar eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Doch viele Autofahrer sind auch bei Nebel viel zu schnell unterwegs, beobachtet TÜV Süd-Fachmann Eberhard Lang immer wieder. Wenn die Sicht weniger als 150 Meter weit reicht, sollte man nicht schneller als 100 km/h fahren.

Bei 100 Metern freier Sicht gilt Tempo 80 als Obergrenze. Als Orientierungshilfe können dabei die seitlichen Leitpfosten dienen. Auf Autobahnen stehen sie im Abstand von 50 Metern. Sieht man nur einen Pfosten weit, darf man auf keinen Fall schneller als 50 km/h fahren. Nebelfahrten sind anstrengend.

"Wenn die Augen durch das Starren in die Nebelwand zu brennen beginnen, sollte eine Pause eingelegt werden", empfiehlt ADAC-Mitarbeiterin Katharina Bauer: "Besondere Vorsicht ist dabei auf Parkplätzen geboten, da Fußgänger erst im letzten Moment zu erkennen sind." Zudem solle man die Fahrtunterbrechung nutzen, um nötigenfalls Scheinwerfer und Leuchten zu reinigen.

Vielfach unterschätzt wird überdies nach Beobachtungen der Fachleute von TÜV Nord die Rutschgefahr auf einer feuchten Laubschicht. Dort kann der Wagen leicht ins Schleudern kommen, warnen sie und ebenso bei Raureif und dem ersten Bodenfrost ist Vorsicht und Voraussicht geboten. nom

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