Bagatellunfall: So werden kleine Unfälle richtig abgewickelt

Von: amv
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Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Eisglätte sind Pneus vorgeschrieben, die mindestens die „M&S”-Kennzeichnung auf der Flanke haben. Symbolbild: dpa

Berlin. Im Winter machen Eis und Schnee manche Autofahrt schnell zu einer ungewollten Rutschpartie. „Kommt es dann zu einem Bagatellunfall, müssen die Beteiligten nicht unbedingt die Polizei rufen. Für eine zügige Schadenabwicklung sollten sie sich aber so schnell wie möglich beim Versicherer melden“, rät Christian Ponzel vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

„Ein Dollpunkt ist allerdings, dass ein Laie kaum verlässlich die Höhe eines von Schadens taxieren kann, es sei denn, beispielsweise nur ein Blinkerglas ging zu Bruch“, gibt Florian Wolf, Rechtsexperte des Autoclubs ACE zu bedenken. Deshalb solle man im Zweifel die Polizei informieren.

Wenn es gekracht hat, muss zuerst der Unfallort gesichert werden. Also: Warnblinker anmachen, Warndreieck aufstellen - Warnwesten nicht vergessen - und so schnell wie möglich die Fahrbahn wieder frei machen. Als Abstandsempfehlungen für das Warndreieck nennt Hans-Jürgen Götz von der Sachverständigenorganisation GTÜ „Landstraße 100 Meter, Autobahn 200 Meter vom Unfallort entfernt“. Verzichten die Unfallbeteiligten auf eine polizeiliche Unfallaufnahme, sollten sie das Malheur selbst dokumentieren, zum Beispiel mit dem Europäischen Unfallbericht. Dieser ist kostenlos beim Autoversicherer erhältlich oder kann Im Web heruntergeladen werden (www.gdv-dl.de/infocenter.html) angefordert werden.

Das Unfallprotokoll sollte mindestens die folgenden Angaben enthalten: - Das amtliche Kennzeichen des Unfallgegners - Namen und Adressen der beteiligten Fahrer - Ort und Zeit des Unfalls - Namen und Adressen von Zeugen - Fotos vom eigenen und vom gegnerischen Fahrzeugschaden und der Gesamtsituation.

„Nach einem Unfall muss unverzüglich der Versicherer informiert werden“, erläutert GDV-Fachmann Ponzel das weitere Vorgehen. Sind die Versicherungspapiere am Unfallort nicht zur Hand, hilft der Zentralruf der Autoversicherer (0800-2502600) im Inland weiter. Zum Nachweis der Schadenhöhe reicht in der Regel ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt oder ein Foto des Schadens aus. Auf ein zeit- und kostenaufwendiges Gutachten wird bei kleinen Schäden zumeist verzichtet, „So können Blechschäden schnell abgewickelt und behoben werden“, sagt Ponzel.

Für den Versicherungsschutz gilt: Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernimmt den Schaden des Unfallgegners. Die Vollkaskoversicherung übernimmt die Kosten für die Reparaturen am eigenen Auto. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für alle motorisierten Fahrzeuge gesetzlich vorgeschrieben. Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist freiwillig. Welche weiteren Details zu beachten sind, hat die GTÜ in einem Unfall-Ratgeber) zusammengefasst (http:/atgeber.gtue.de).

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