Automarkt: Rabatte über 20 Prozent werden üblich

Von: amv
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Autokauf
Die Autohändler werden immer mehr in eine Rabattschlacht gedrängt - Autokäufer können echte Schnäppchen machen. Foto: dpa

Duisburg. Handel wie Hersteller knirschen. Autokäufer können sich freuen. Die Preise für Neuwagen oder junge Gebrauchte sinken auf breiter Front und scheinbar ungebremst.

„Die Autobauer scheinen von ihren hohen Incentives im deutschen Markt trotz weiter verbesserter Konjunkturaussichten und deutlich besserem Konsumklima nicht mehr wegzukommen“, fasst Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, das Ergebnis der jüngsten Rabatt-und Incentive Analyse seines Instituts zusammen. Danach betrug der durchschnittliche Rabatt für die 30 beliebtesten Neuwagen im Privatkundenmarkt im März 20,3 Prozent. Das sind 1,3 Prozent mehr Rabatt auf die Listenpreise als noch im Januar.

Angefeuert wird die Rabattschlacht durch „die hohe Nachlässe und Händlerprogramme bei den deutschen Volumenherstellern Ford, Opel, VW sowie den VW-Töchtern“, berichtet Dudenhöffer. So werde etwa der VW Golf mit 20 Prozent Nachlass bei Internetvermittlern angeboten und in Zeitungsanzeigen im Handel mit 24 Prozent, der Ford Focus mit 27 Prozent, die Seat-Modelle Ibiza und Leon mit 29 Prozent Nachlass gegenüber dem Listenpreis.

Zudem versuchen die Autofirmen mit Tages- und Eugenzulassungen ihr Geschäft zu machen. Im Februar wurden 31,9 Prozent aller Pkw-Neuwagen oder 71.190 Fahrzeuge als Eigenzulassung in den Markt gebracht worden. Unter den deutschen Herstellern fallen laut der CAR-Studie „insbesondere Audi mit 37 Prozent und Opel mit 45 Prozent Eigenzulassungsquoten auf“. Ford halte sich mit 23 Prozent Anteil bei den Eigenzulassungen weiterhin deutlich zurück, setze stattdessen auf breite direkte Rabatte. Bei den Importeuren agieren „Dacia (neun Prozent), Smart (17 Prozent) und Suzuki (20 Prozent) mit den niedrigsten Eigenzulassungsquoten und lagen damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 32 Prozent. Honda, Mazda und Fiat bildeten mit Werten zwischen 49 Prozent und knapp 65 Prozent Eigenzulassungsanteil die Schlusslichter“, so die Studie weiter.

„32 Prozent aller Neuwagenzulassungen waren Eigenzulassungen, die mit Nachlässen von 25 Prozent und mehr nach kurzer Zeit als Tageszulassungen oder junge Dienstwagen verkauft werden“, bilanziert Dudenhöffer. Vor allem die jüngeren Autokäufer würden sich immer stärker aus dem steigenden Angebot der Tages- und Aktions-Zulassungen und jungen Gebrauchtwagen bedienen, die etwa aus dem Mitarbeiter-Leasing der Autobauer in den Markt strömen.

Fazit der Studie: „Der Trend zu steigenden Rabatten im deutschen Automarkt ist ungebrochen. Die deutschen Volumenhersteller sind ins Rabattgeschäft in großen Umfang eingestiegen. So wurde im März  der zweithöchste März Wert des CAR Rabatt-Indexes seit dem Jahr 2010 gemessen.“

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