Autofahrer sollten sich jetzt auf den Winterstress vorbereiten

Von: dapd
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Köln. Der wichtigste Punkt der Wintervorbereitungen dürfte inzwischen von den meisten Autobesitzern abgehakt sein: das Aufziehen der Winterreifen.

„Um problemlos durch die kalte Jahreszeit zu kommen, empfiehlt es sich aber, noch einigen anderen Punkten Augenmerk zu schenken - denn sonst sind Ärger und mitunter ein teurer Aufenthalt in der Werkstatt vorprogrammiert”, betont Jacqueline Grünewald vom ADAC Nordrhein in Köln.

Die Expertin empfiehlt, vor dem ersten großen Frost vor allem Fahrzeugelektrik und Batterie prüfen zu lassen - denn sie versagen bei Kälte, Feuchtigkeit und Schmutz besonders häufig den Dienst. Erfahrungsgemäß hält eine Autobatterie etwa vier bis fünf Jahre. Ob sie noch genügend Saft hat, kann eine Werkstatt rasch testen.

Um die Karosserie ohne Schäden durch den Winter zu bringen, rät der ADAC, die Oberfläche mit Hartwachs zu behandeln. Damit die Türen bei strengem Frost nicht zufrieren, kann man die Dichtungen mit Gummipflegemittel bearbeiten. Türschlösser älterer Fahrzeuge können mit Spezialöl vor Feuchtigkeit und damit vor dem Einfrieren geschützt werden.

Nicht nur den Wagen vorbereiten

Wer eine längere Autofahrt antritt, sollte den Wetterbericht aufmerksam verfolgen, raten die Experten zudem. Wenn Eis und Schnee angekündigt sind, sollte man unbedingt Eiskratzer, Schneefeger, Handschuhe, Türschloss-Enteiser, Starthilfekabel und Streusand einpacken. Mit passenden Schneeketten, die bei Bedarf aufgezogen werden können, ist man auf der sicheren Seite.

Auch eine dicke Winterjacke, eine Decke und eine Kanne mit heißem Tee gehören ins Auto - für den Fall, dass man im Winter-Stau stecken bleibt oder bei einer Panne in die Kälte muss. Weil die Heizung nur bei laufendem Motor Wärme erzeugt, wird viel Sprit verbraucht - der Tank sollte also immer gut gefüllt sein.

„Um auf winterlichen Straßen sicher anzukommen, gilt: vorausschauend fahren, Abstand halten und Fuß vom Gas”, sagt Jacqueline Grünewald. Eine kleine Bremsprobe auf freier Fahrbahn ermögliche ein Gefühl für die Straßenverhältnisse. Gerade an Kreuzungen sollte frühzeitig abgebremst werden. Vom Ausweichen auf Schleichwege durch ruhige Wohngebiete rät der ADAC außerdem ab, da dort nicht regelmäßig geräumt und gestreut werde.

Vorsicht auch auf Brücken: Hier können oftmals Glatteisfallen lauern. Anfahren auf glattem Untergrund funktioniert am besten im zweiten Gang - so drehen die Räder nicht durch. Gerät das Fahrzeug ins Schleudern, heißt es: Kupplung durchtreten und gegenlenken. Bei Autos mit ABS kann gleichzeitig voll gebremst werden.
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