Köln - Autobahn: Beim Auffahren immer Vorrang gewähren

Autobahn: Beim Auffahren immer Vorrang gewähren

Von: amv
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Bei der Auffahrt auf die Autobahn hat der Kraftfahrer dem fließenden Verkehr Vorrang zu gewähren. Foto: Tobias Hase/dpa

Köln. Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland in Köln, räumt mit einem vielfach zu beobachtenden Missverständnis auf. Denn bei der Auffahrt auf die Autobahn gilt für den Fahrer Zurückhaltung.

„Kraftfahrer müssen in jedem Fall dem fließenden Verkehr auf einer Autobahn Vorrang gewähren und notfalls anhalten um dann mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand auf die rechte Fahrspur zu wechseln. Bei Auffahren auf die Autobahn gilt nicht das Reißverschlussverfahren“, so Sander

Das greift nur dann, wenn zwei oder mehrere Fahrspuren etwa wegen eines Hindernisses zusammengeführt werden. Und auch dies ist immer wieder zu beobachten, aber ebenso falsch: „Das Befahren des Standstreifens als verlängerte Beschleunigungsspur ist grundsätzlich verboten“ , erinnert Sander. Um sicher auf die Autobahn zu gelangen, empfiehlt er, den linken Blinker setzen, zügig beschleunigen, den fließenden Verkehr in den Rückspiegeln und schließlich per Schulterblick beobachten und dann mit ausreichend Abstand auf die rechte Spur fahren.

Auf keinen Fall mit Gewalt zwischen zwei Fahrzeuge drängeln. Das bringt einen selbst und andere in Gefahr. Übrigens: Auf der Beschleunigungsspur darf schneller gefahren werden als auf dem rechten Fahrstreifen. Andere Verkehrsteilnehmer können bei Auffahrmanövern - insbesondere von langsamen Fahrzeugen wie schwer beladenen Lkw - die Geschwindigkeit reduzieren oder nach links ausweichen, sofern das der fließende Verkehr gefahrlos zulässt.

„Nach dem Einfädeln aus Sicherheitsgründen zunächst auf der rechten Spur weiterfahren und nicht direkt nach links ausscheren. Auch hier gilt: Erst wenn sich im Rückspiegel eine ausreichend große Lücke ergibt, die Fahrspur wechseln“ , erklärt TÜV Rheinland-Fachmann Sander. nom

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