Berlin - Auf Glatteis: So werden fehlende Winterreifen richtig teuer

Auf Glatteis: So werden fehlende Winterreifen richtig teuer

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Winterreifen
Wenn der Wechsel auf Winterreifen ansteht, sollte man auf die Qualität der Reifen achten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Berlin. Mit dem Beginn der Winterzeit sind alle Fahrzeughalter verpflichtet, ihre Vehikel mit Winterreifen auszustatten. Die adäquate Bereifung ist gesetzlich vorgeschrieben und das Fehlen von Winterbereifung kann empfindlich teuer werden. Doch wie sieht die Gesetzeslage tatsächlich aus? Und was bieten praktische Reifenrechner?

Warum Winterreifen wichtig sind

Es gibt einen Grund, warum es wichtig und verpflichtend ist, das eigene Auto in der kalten Jahreszeit mit Winterreifen auszustatten. Im Winter stellen vereiste, mit Schnee bedeckte Straßen keine Seltenheit dar. Fahrzeuge können sich auf solchen Untergründen weitaus weniger sicher fortbewegen. Wer die falschen Reifen hat, wird mehr rutschen, weniger Kontrolle über das Fahrzeug haben und läuft somit Gefahr, sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Ab Temperaturen unter der 7 Grad Marke verschlechtern sich die Leistungseigenschaften der Sommerreifen signifikant und es wird Zeit, die Bereifung des Fahrzeugs zu wechseln.

Wie unterscheiden sich Winter- und Sommerreifen?

Die Winterreifen verfügen über eine Gummimischung, die auch noch bei kalten Temperaturen elastisch genug bleibt, um eine ausreichende Haftung zu gewährleisten. Dies sorgt dafür, dass die Kraft des Fahrzeugs besser auf die Straße übertragen werden kann. Zudem verfügen Winterreifen über ein tieferes Profil als Sommerreifen. Obendrein sorgen Lamellen dafür, dass die Verzahnung der Reifen mit dem Untergrund auch bei losem Bodenbelag wie Schnee möglich ist.

Das Winterreifengesetz der Straßenverkehrsordnung – Das besagt es

Das Gesetz, das die Nutzung der Winterreifen vorschreibt, gibt es seit dem Jahr 2010. Zuvor stand im Gesetz lediglich, dass die Bereifung des Fahrzeugs den Wetterverhältnissen angepasst werden muss. Die Regelung besagte, dass eine angemessene Bereifung und der Einsatz von Frostschutzmitteln erforderlich sind. Die recht vage Beschreibung wurde im neuen Gesetzentwurf nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes spezifiziert.

Nun besagt § 2 Abs. 3a StVO Winterreifenpflicht in Deutschland, dass Reifen genutzt werden müssen, die mit dem Merkmal M+S (Matsch und Schnee) versehen sind. Die Bereifung muss somit geeignet sein, dem Fahrzeug auf mit Schnee und mit Matsch beschmutzten Untergründen eine sichere Fortbewegung zu ermöglichen.

Winterreifen finden – So einfach mit dem Reifenrechner

Die Ausrede, keine passenden Winterreifen für das eigene Fahrzeug zu finden, gilt nicht. Nie war es einfacher als heute, für jeden Fahrzeugtyp die passende Bereifung zu finden. Autohäuser und Werkstätten nehmen einem die Suche ab. Noch einfacher wird es nur mit dem Reifenrechner online.

Mit dem Reifenrechner lässt sich die Automarke sowie die Maße der erforderlichen Reifen bestimmen. Daraufhin bekommt der Nutzer die besten Angebote präsentiert. Mit der richtigen Bereifung kommen Autofahrer sicher und bequem durch die kalte Jahreszeit – und schützen damit sich, andere Verkehrsteilnehmer und den eigenen Geldbeutel.

Findet der Reifenrechner auch Winterreifen?

Bei einem Reifenrechner werden die passenden Reifen auf Basis der Breite, des Profils und des Durchmessers ermittelt. Natürlich spielen auch der Fahrzeugtyp und der Hersteller eine Rolle, schließlich passt nicht jeder Reifen auf jedes Modell. Daneben entscheidet der Nutzer auch, ob er nach Sommer-, Winter- oder Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen sucht. Ganzjahresreifen sind natürlich praktisch, da sie in jeder Saison verwendet werden können. Allerdings bieten sie nicht den gleichen Schutz vor Glätte, Eis und Schnee wie die dafür spezialisierten Winterreifen. Wer jedoch ganz auf die dem Wetter angepasste Bereifung verzichtet, muss mit teuren Geldstrafen rechnen.

So teuer wird es – Diese Strafen winken bei fehlenden Winterreifen

Trotz der klaren Regelungen gibt es immer wieder Autofahrer, die die Pflicht zur Winterbereifung nicht so ernst nehmen. Dabei kann es ganz schön unangenehm werden, wenn der Fahrzeughalter in den Wintermonaten mit Sommerreifen erwischt wird. 60 Euro kostet es, wenn der Fahrer bei glatter Fahrbahn ohne Winterreifen unterwegs ist. Zudem gibt es noch einen Punkt in Flensburg.

Ist ein Autofahrer bei glatter Fahrbahn mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt, erhöht sich das Bußgeld auf 120 Euro. Zudem wird die Polizei im Unfallbericht vermerken, dass der Fahrer ohne Winterreifen unterwegs war. Und dies kann ein willkommener Anlass für die Versicherung darstellen, die Übernahme der Kosten abzulehnen bzw. zu erschweren. 

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