Audi TT Roadster: Fahrfreude oben ohne

Von: Norbert Michulsky
Letzte Aktualisierung:
Audi TT Roadster
Der Audi TT Roadster hat wieder ein elektrisch bedienbares Stoffdach, das Design ist etwas kantiger geworden. Foto: dpa

Ingolstadt.

Ein kleines Stück schwarzer Stoff hat schon manche Begehrlichkeit geweckt und dieser Effekt dürfte sich auch bei der neuen Roadster-Version des Audi TT einstellen. Wie seine beiden Vorgänger besitzt der Zweisitzer ein Stoffdach und kann als Beispiel für ein gelungenes, zeitgemäßes Design gelten. Das Ganze wird garniert mit diversen Schmankerln aus dem Technikfundus von Audi.

Cabriofahrer kennen das Problem: Das Dach ist geöffnet und starke Sonneneinstrahlung sorgt oft dafür, dass die Anzeigen im Instrumententräger nur noch schwierig abzulesen sind. Und auch das Telefonieren mit der Freisprecheinrichtung gestaltet sich problematisch. Der Gesprächspartner hört oft nur noch ein Rauschen. Nicht so bei dem neuen TT Roadster.

Das digitale Kombiinstrument mit seinem 12,3 Zoll großen TFT-Monitor – bekannt aus dem TT Coupé – zeigt sich kontrastreich und jederzeit bestens erkennbar. Richtig gut ist auch das im Sicherheitsgurt des Fahrers platzierte Mikrofon für die Freisprechanlage des Mobiltelefons. So kann bei der offenen Fahrt fast ohne störende Wind-Nebengeräusche telefoniert werden.

Überhaupt der Wind: Von dem ist angenehm wenig zu spüren, wenn sich das Stoffverdeck plan in der Karosserie verbirgt und das Windschott (Aufpreis 450 Euro) elektrisch nach oben gefahren ist. Das Dach schließt und öffnet sich elektrisch betrieben bis Tempo 50 in gerade einmal zehn Sekunden. Da kann selbst eine plötzliche Regenschauer kaum schrecken. Und der Kofferraum mit 280 Litern Volumen bleibt bei geöffnetem Verdeck unangetastet.

Niedrige Temperaturen lassen sich mit diversen technischen Hilfsmitteln lindern. Sitzheizung (350 Euro) und ein in die Kopfstützen eingebauter Fön (460 Euro) leisten wärmende Dienste.

Fahrtechnisch bietet der Roadster alles, was schon das knapp 3000 Euro günstigere Coupé auszeichnet. Das Fahrwerk ist sportlich knackig abgestimmt, ohne bretthart zu sein, das Einlenkverhalten über jede Kritik erhaben. Spurtreu und prompt den Vorstellungen des Fahrers folgend bietet der Zweisitzer sicheren wie verführerischen Fahrspaß.

Vom Verkaufsstart Ende März an stehen drei Motorisierungen zur Wahl. An der Spitze rangiert dabei der sprintstarke TTS mit 310 PS, Sechsgang-Schaltung und quattro-Antrieb zum Preis von 52.300 Euro. Als zweiten Benziner bietet Audi den Zweiliter-TFSI mit 230 PS (37.900 Euro) an. Dritter im Bunde ist ein 184 PS starke Zweiliter-Diesel für 38.700 Euro. Der Selbstzünder ist mit einem Sechsgang-Getriebe kombiniert und zeigte sich bei ersten Fahreindrücken von beeindruckender Laufruhe.

Ebenso bemerkenswert der Verbrauch. Mehr als 6,5 Liter je 100 Kilometer dürfte der Bordcomputer selten ausweisen. So lassen sich Cabriogenuss, Fahrspaß und Vielfahrerqualitäten unter einen Hut bringen.

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