Audi Q7: „Sie nähern sich einer Kurve“

Von: amv
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Ein Riese aus dem Hause Audi: der Q7.

Ingolstadt. Der Audi Q7 ist eine imposante Erscheinung, selbst in der Riege der Luxus-SUV. Nach zehnjähriger Bauzeit rollt nun die zweite Generation an den Start. Optisch orientiert sie sich klar am Vorgänger. Die Revolution findet eher unter dem Blech statt, im Zusammenspiel von Bits und Bytes.

Mit seinen innovativen Assistenz- und Infotainmentsystemen will der Q7 nichts weniger als sich an der Spitze des Wettbewerbs zu platzieren und dem Firmenslogan „Vorsprung durch Technik“ zu neuem Glanz verhelfen.   Glaubt man Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand für Technische Entwicklung, dann setzt neue Q7 „mit bis zu 28 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Vorgänger die Effizienzbestmarke im Wettbewerb. Ebenso ist er mit seinem niedrigen Gewicht Benchmark in seiner Klasse und er hat die neuesten Assistenzsysteme, Infotainment-Bausteine und connect-Umfänge an Bord.“  

Der „Stauassistent“ beispielsweise lenkt den Q7 bis Tempo 65 im stockenden Verkehr. Der Mensch am Steuer kann sich entspannen. Ob es um ressourcenschonendes Fahren oder ums Einparken geht, um ein Bremsmanöver, weil man beim Abbiegen den Gegenverkehr übersehen hat, oder um das mühsame Zurücksetzen mit einem Anhänger, dank Radarsensoren und Kameras ist das Auto allzeit im Bilde, warnt, bremst und lenkt. Besonders stolz sind die Q7-Ingenieure auf den „prädiktiven Effizienzassistenten“: Selbst wenn im Navi kein Ziel aufgerufen ist, verfolgt der Assistent den Streckenverlauf und gibt Tipps, wann man zum Beispiel vom Gas gehen kann, weil man sich beispielsweise einer schärferen Kurve nähert.  Gespart haben die Ingenieure und Entwickler nur beim Gewicht. 

Mehr Alu, mehr hochfeste Stähle, mehr Kunststoff. Über 300 Kilogramm wiegt Audis Luxus-SUV jetzt weniger, aber immerhin noch zwei Tonnen. Die Schlankheitskur kommt spürbar dem Verbrauch und der Fahrdynamik zugute. Der Wagen vermittelt mehr sportliches Flair als zuvor und rückt so den süddeutschen Konkurrenzprodukten auf die Pelle. Freunde der fahrdynamischen Fortbewegung werden die mitlenkende Hinterachse beim Kurvenräubern als besonders unterstützend empfinden.

Insgesamt liefert der Q7 Leistungsdaten ab, die vor wenigen Jahren noch Sportwagen vorbehalten waren. Der 3.0 TFSI (333 PS/62.900 Euro) und der 3.0 TDI (272 PS/60.900 Euro) bringen den Q7 in 6,1 Sekunden beziehungsweise 6,3 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist beim TFSI eher Formsache und der TDI sprintet ohne spürbare Anstrengungen auf 234 km/h (Werksangaben). Dabei nennt Audi für den Diesel-V6 einen Normverbrauch 5,7 Liter. Der TFSI braucht danach 7,7 Liter auf 100 Kilometer. Das sieht in der Wirklichkeit wohl anders aus. 

Beeindruckender als das Zahlengewerk ist die Art und Weise wie der Audi seine Leistung umsetzt. Den Diesel hört und spürt man kaum. Kultivierter kann man sich einen Selbstzünder schwerlich vorstellen. Der Sechszylinder-Benziner - von einem Kompressor unterstützt - entwickelt über ein breites Drehzahlband richtig Punch. Gleichgültig welchem Motor Leistung abverlangt wird, er verrichtet seine Arbeit angenehm leise. Zudem sind dank aufwändiger Dämmung die Abrollgeräusche deutlich reduziert. Insgesamt gehört der angebotene Fahrkomfort zur Schokoladenseite des Q7, insbesondere wenn die  - allerdings aufpreispflichtige - Luftfederung die Unzulänglichkeiten des Straßenbaus förmlich glattbügelt. 

Mithin beste Voraussetzungen, um entspannt eine weiteres Highlight zu erleben. Für das Soundsystem haben die Toningenieure ein neues Hörerlebnis mit 3D-Klang arrangiert. Das gab es bisher nur im Kino. Große Leinwand herrscht überdies bei der Cockpitgestaltung. Detailverliebt, penibel verarbeitet und elegant bringt Audi die Kunst der Inneneinrichtung einmal mehr zur Blüte und dürfte selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden. Nach dem TT ist der Q7 der zweite Audi, der mit voll digitalen Instrumenten ausgestattet ist. Ergänzend gibt es ein Head-up-Display, das die wichtigsten Informationen auf die Frontscheibe projiziert. Das alles sind beste Voraussetzungen, um luxuriös weite Strecken zu absolvieren und wer mag, kann auch schon mal ein wenig vom Asphalt abweichen. Laut Werk besitzt der Q7 „gute Offroad-Fähigkeiten“ und ein Bergabfahrassistent gehört ebenfalls zur Serienausstattung.

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