Audi A7 Sportback 3.0 TDI competition: Luxus und Leistung pur

Von: amv
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Der Audi A7 Sportback 3.0 TDI competition fährt mit kräftigerem Motor und tiefer gelegtem Fahrwerk. Foto: Audi/dpa

Ingolstadt. m Lauf eines Vierteljahrhunderts hat Audi seine TDI-Motoren nachjustiert und optimiert. Inzwischen ist der Selbstzünder in der Oberklasse angekommen, was der Audi A7 3.0 TDI clean diesel quattro beweist. Die Reiselimousine liefert nicht nur üppige Reichweite, sondern überdies Antriebskomfort von hohem Rang.

Mit 326 PS liegt die Literleistung des Motors auf dem Niveau aufgeladener Ottomotoren, und der spezifische Charakter des Power-Diesels erlaubt lässiges Surfen auf einer gewaltigen Drehmomentwelle (650 Newtonmeter).

Fahrdynamik-Fans kommen mit der Modellvariante competition auf ihre Kosten. Tritt man das Gaspedal energisch durch, werden im sogenannten Boostmodus kurzzeitig 346 PS mobilisiert. Das reicht für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 Kilometer pro Stunde (km/h) in 5,1 Sekunden (Werksangaben). Das Höchsttempo ist auf 250 km/h limitiert. Gut gelungen ist den Audi-Ingenieuren die Tonalität des Sechszylinder-Diesels. Er widerhallt im V8-Benziner-Sound.

Als Normverbrauch nennt Audi 6,1 je 100 Kilometer. Im Alltag weist der Bordcomputer Werte zwischen 6,5 und 9,2 Liter aus. Auf den tempolimitierten Autobahnen des benachbarten Auslands liegt der Dieselkonsum unter sieben Litern.

Der permanente Allradantrieb im Audi A 7 sichert gewohnt gute Traktion und Fahrstabilität. Der Fünf-Meter-Wagen lässt sich verblüffend agil und sicher beherrschen. Die Beschaffenheit der Straßenoberfläche spielt beim A7 auf Grund einer höchst komfortablen Federung nur bedingt eine Rolle. Das Zusammenspiel von Dämpfung und Federung kann man in vier Stufen verändern und dies sorgt für ein komfortables bis betont sportliches Vorwärtskommen. Lediglich in engen Kurvenkombinationen bringen sich Gewicht und Größe des Fahrzeugs in Erinnerung. Die Achtstufen-Tiptronic lässt den Motor stets in der richtigen Drehzahl arbeiten. Ein Griff zu den Schaltwippen erübrigt sich.

Innen bietet sich die bekannte Audi-Architektur mit ihrer hohen Verarbeitungsqualität und gekonntem Materialeinsatz. Das schafft spontanes Wohlgefühl. Auf den beiden Fondsitzen reist es sich mit viel Beinfreiheit. 535 Liter Kofferraum-Volumen reichen selbst für eine große Reise.

Vor allem bei Nachfahrten oder widrigen Wetterverhältnissen wie Starkregen spielt der A 7 seine Souveränität aus. Eine Armada von Sicherheitssystem erleichtert dem Mensch am Steuer die Arbeit. Als besonders angenehm erweist sich alsbald die LED-Lichttechnik. Entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge werden so ausgeblendet, dass alle anderen Bereiche dazwischen und daneben weiterhin vollständig erhellt werden. Der Fahrer erlebt eine dynamische Anpassung der Frontbeleuchtung und eine deutlich erhöhte Sichtweite. Die Trennung zwischen konventionellem Abblendlicht und Fernlicht wird aufgehoben. Bekannte Komfortfunktionen wie statisches Abbiegelicht, Allwetterlicht, Kreuzungslicht, Reisemodus mit GPS-unterstützter Umschaltung zwischen Rechts- und Linksverkehr sowie Autobahnlichtverteilung sind in LED-Technologie integriert.

Das Nachtsichtassistenzsystem (Aufpreis: 2000 Euro) unterstützt den Fahrer, indem ein Wärmebild der Umgebung angezeigt wird. Personen und größere Wildtiere werden im Farbdisplay des Headup-Displays gelb markiert.

Übergroßen Glauben sollte man allerdings dem Erkennungssystem von Temposchildern nicht schenken. Hier irrt die Elektronik oft. Nachbesserungsbedarf besteht auch bei der Rückfahrkamera. Bei Regen schwindet die Übersicht nach hinten schon bei einigen Regentropfen.

64.300 Euro verlangt Audi für die gewiß nicht ärmlich ausgestattete Basisversion. Beim ungenierten Ankreuzen in der 47-seitigen Preis- und Optionsliste addieren sich rasch 107.090 Euro zusammen. Da dürfte es kaum trösten, dass man für einen dezenteren Auftritt nichts zahlen muss: Für den Wegfall der diversen Typbezeichnungen verlangt Audi keinen Aufpreis.

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