Ambivalenter Familientransporter: Citroen C4 Grand Picasso

Von: amv
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Beim C4 Grand Picasso überrascht der französische Autobauer Citroen mit ein paar Raffinessen. Symbolbild: Uli Deck/dpa

Köln. Ein wenig außergewöhnlich - das ist bei Citroen nichts Ungewöhnliches. Auch beim C4 Grand Picasso überrascht der französische Autobauer mit ein paar Raffinessen. Zudem bietet der siebensitzige Van einen gewaltigen Innenraum, ein komfortables Fahrgefühl sowie ein modernes Design, das aus der Masse herausragt.

Gemütlich die Beine ausgestreckt, die Rückenlehne entspannt nach hinten geklappt - so kann der Beifahrer dank der herausklappbaren Beinauflage an seinem Sitz auf Reisen gehen. Bei normaler Sitzposition kann er sich ebenso wie der Fahrer unterwegs eine Massage gönnen. Leider muss er aber damit leben, dass das Unterschenkelpolster in der normalen Sitzposition etwas stört. Ebenso ambivalent ist die Gestaltung des Armaturenbretts.

Klassische Instrumente fehlen. Stattdessen sitzt mittig - und damit immer mit einer Kopfdrehung beim Ablesen verbunden - ein großer Informations-Bildschirm, dessen Grafik sich unterschiedlich gestalten lässt. Immer tauchen aber digitale Ziffern sowie ein kleiner Balkentacho für die Anzeige von Geschwindigkeit sowie Drehzahl auf. Zudem lassen sich hier alle Informationen des Bordcomputers oder Detailansichten des Navigationssystems abrufen.

Letzteres hat in der Mittelkonsole allerdings noch einmal einen eigenen Bildschirm. Insgesamt zeigt sich das Cockpit als sehr übersichtlich, allerdings bedarf die Fahrzeugbedienung einer Eingewöhnung. Die beeindruckende Größe des Innenraums wird durch die üppige Verglasung zusätzlich betont. Insgesamt verfügt der C4 Grand Picasso über 5,3 Quadratmeter Fensterfläche.

Dass davon das meiste nicht für das Panoramadach (Aufpreis: 500 Euro) draufgeht, sondern für die Frontscheibe, ist schon bemerkenswert. Durch die verschiebbaren Sonnenblenden reicht die Windschutzscheibe bis zur Stirn des Fahrers und gewährt einen unvergleichlichen Panoramablick. Tadellos ist das Platzangebot in dem 4,60 Meter langen Familienvan. Selbst großgewachsene Erwachsene haben in der zweiten Reihe auf den längsverschiebbaren Einzelsitzen reichlich Knie- und Ellbogenfreiheit.

Die mit Lesespots ausgestatteten Klapptischchen an der Rückseite der Vordersitze begeistern wohl eher Kinder. Wollen die ihre Freunde mitnehmen, dann können mit wenigen Handgriffen zwei im Kofferraumboden versenkte Sitze (700 Euro) heraus geklappt werden. Die Freunde sollten allerdings nicht zu groß. Bei Bedarf lassen sich die Rücksitze gänzlich flach zusammenfalten, so dass sich das Ladevolumen von 645 auf 1800 Liter erweitert, beziehungsweise eine gut nahezu zwei Meter lange Liegefläche entsteht.

Der 150 PS starke Vierzylinder-Turbodiesel liefert ausreichend Antritts- und Durchzugskraft mit einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmetern (Nm) bei 2000 Umdrehungen (U/min.). Das dazu agierende Sechsgang-Automatikgetriebe verrichtet seine Arbeit mit passender Gangwahl und unauffälligen Schaltvorgängen. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Citroen 210 Kilometer pro Stunde (km/h).

Der Sprint aus dem Stand auf Tempo soll nach 10,9 Sekunden absolviert sein. Gut sechs Liter je 100 Kilometer sollte man als realistischen Verbrauchswert einkalkulieren. Wie von einem Franzosen erwartet, erweist sich das Fahrwerk eher komfortabel abgestimmt - dabei aber immer noch ausreichend straff, um auch kurvenreiche Strecken mit etwas mehr Geschwindigkeit sicher zu meistern.

Citroen bietet alle wichtigen Assistenten an, die derzeit in der Klasse gängig sind. Schier unverzichtbar sind die Parkpiepser und die 360-Grad-Kameraansicht, weil die dicken D-Säulen das Sichtfeld stark einschränken. Entspanntes Vorwärtskommen besonders auf langen Autobahnetappen unterstützt der aktive Tempomat. 35 690 Euro möchte Citroen als Basispreis für seinen familienfreundlichen Van.

Mit einigen Extras addieren sich nochmals 1700 Euro dazu. Das ist kein Schnäppchenpreis, aber die diversen Angebote im Web zeigen, da lässt sich einiges sparen und wohl auch beim Citroenhändler vor Ort wird man wohl bei der Preisfrage kaum auf taube Ohren treffen.

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