Alternativ mit Erd- oder Autogas fahren

Von: dapd
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Bonn. So mancher Autofahrer überlegt, ob er seinen Wagen auf einen alternativen Kraftstoff umrüsten sollte. Eine Gegenlösung zu Benzin oder Diesel ist Erd- oder Autogas.

„Autohersteller bevorzugen die Erdgasvariante für die Ausrüstung ab Werk”, sagt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) in Bonn. Denn um Erdgas optimal zu verbrennen, müsse der Motor entsprechend modifiziert werden.

Laut Kraftfahrtbundesamt sind derzeit in Deutschland rund 71.500 erdgasbetriebene Autos unterwegs. „Wer mit Erdgas - auch Compressed Natural Gas (CNG) genannt - fahren möchte, sollte auf Neuwagen mit Unterflur-Tanks setzen”, empfiehlt Köster: „Nachrüstlösungen auf Erdgas sind zwar möglich, aber aufwendig.”

Für viele Benzinmotoren ist ein Umstieg auf Autogas (auch Flüssiggas oder Liquified Petroleum Gas - LPG) meist die erste Wahl. Rund 420.000 Fahrzeuge werden zurzeit mit Autogas betrieben. Der Umbau ist technisch einfacher und kostengünstiger als bei einem Wechsel zu Erdgas.

„Die Arbeiten dauern zwei bis drei Tage, wobei ein Zusatztank, ein zusätzlicher Einfüllstutzen, neue Leitungen und das Gaseinspritzsystem eingebaut werden”, erläutert Köster. Der Tank werde in die Reserveradmulde eingebaut, so dass kein zusätzlicher Platz verloren gehe. Die Umrüstung sollte einem anerkannten Betrieb für Gassystemprüfung (GSP) überlassen werden. Spätestens nach der Installation der Anlage müsse ein anerkannter Kfz-Betrieb eine Gasanlagenprüfung durchführen.

Der Einbau der Anlage kostet zwischen 1800 und 2700 Euro, je nach Fahrzeugtyp. Die Kosten amortisieren sich nach etwa 30.000 Kilometer oder zweieinhalb Jahren. Zudem ist Autogas mit einem Preis von 70 bis 75 Cent je Liter eine preiswerte Alternative.

Sowohl bei neuen Erdgasautos als auch bei umgerüsteten Autogas-Fahrzeugen wird zwischen bivalenten und monovalenten Fahrzeugen unterschieden. Bivalent bedeutet: Per Knopfdruck oder Automatik kann auf Benzin umgestellt werden, da das Auto weiterhin einen Originaltank hat.
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