Alltagstauglicher SUV: der neue Opel Mokka

Von: amv
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Überzeugt mit gelassenem Design und Komfort: der neue Opel Mokka.

Rüsselsheim. SUVs, zumal der kleineren Art, erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Opel, derzeit nicht eben erfolgsverwöhnt, präsentiert in diesem Marktsegment den Mokka. Das gleichnamige Getränk ist nicht nur ein Genuss. Diese Art des Kaffees steht ebenso für Momente der Entspannung und Gelassenheit. Das will Opel mit seinem Mokka ebenfalls vermitteln.

Optik, Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit des Autos mit dem Aussehen eines Geländegängers sollen den Insassen ein Gefühl der Zufriedenheit geben. Mit seinem markanten Gesicht, den muskulösen Flanken an den Radhäusern oder dem kraftvollen Heck mit Unterfahrschutz ist der 4,28 Meter lange SUV ein ansehnliches Exemplar seiner Gattung.

Unlackierte Stoßfänger und seitliche Beplankungen lassen von Ausflügen in rustikales Gelände träumen und bewahren ganz real vor Lackschäden nach Parkremplern im Asphaltdschungel. Dank der leicht erhöhten Bodenfreiheit und der entsprechend nach oben verlegten Sitzposition gelingt der Zugang in den Innenraum bequem und familienfreundlich. Die Platzverhältnisse sind für alle Insassen erstaunlich großzügig. Selbst hinter einem groß gewachsenen Vordermann können sich die Passagiere auf der Rückbank noch über ausreichend Kniefreiheit freuen.

Der Mittelplatz im Fond ist zwar etwas schmal und nicht wirklich weich gepolstert. Für kürzere Strecken zu dritt geht das aber wohl in Ordnung. Richtig bequem können es sich Fahrer und Beifahrer auf den für ihre Rückenfreundlichkeit von der Aktion gesunder Rücken (AGR) ausgezeichneten Ergonomie-Sitzen (390 Euro Aufpreis) machen.

Unter anderem kann die Auflage für die Oberschenkel variiert und so die Durchblutung der Beine verbessert werden. Ein angenehmer Effekt. Weniger angenehm ist der erste Kontakt mit dem Armaturenträger. Die Mittelkonsole ist mit Schaltern und Knöpfen förmlich überfrachtet, der Navi-Monitor recht klein und Info-Anzeigen präsentieren pixelige Grafiken. Die Instrumente selbst lassen sich dank ihrer klaren Grafik erfreulich gut ablesen.

Bis auf die harten, etwas kratzempfindlichen Kunststoffverkleidungen an den Türen, wirken alle verwendeten Materialien und deren Verarbeitung deutlich hochwertiger als dies in der Vergangenheit bei so manchem Rüsselsheimer Modell der Fall war. So wie es für Handy, Schlüssel und sonstigen Krimskrams eine Vielzahl von praktischen Verstaumöglichkeiten gibt, so zeigt auch das Gepäckabteil Sinn für Alltagstauglichkeit. Die Ladekante ist mit 72 Zentimetern zwar relativ hoch, aber die Fläche dahinter eben und so können Koffer und Kisten ohne großen Aufwand an den besten Platz gerückt werden. Mit 356 Litern fasst der Kofferraum 71 Liter mehr als bei einem viertürigen Corsa, der die Basis für den Mokka ist.

Das maximale Fassungsvermögen beträgt 1.372 Liter, nachdem die hinteren Lehnen (im Verhältnis 60:40 geteilt) mit einem Griff umgelegt wurden. Urlaubsgepäck oder Großeinkauf sind somit problemlos zu verstauen. Zu einem angenehmen Begleiter in die Ferien oder zur Arbeit wird der Mokka auch durch sein gut abgestimmtes Fahrwerk und sein leichtes Handling. Der Wagen folgt exakt den Anweisungen des Fahrers und verhält sich selbst in schnellen Kurven oder bei Spurwechseln unauffällig. Der optionale Allradantrieb (2.000 Euro) macht aus dem Mokka zwar längst kein geländetaugliches Auto, doch tragen vier angetriebene Räder zusätzlich dazu bei, den Kontakt zur Fahrbahn zu optimieren.

Auch bei den Fahrleistungen gibt es so gut wie keine Kritik. Mit einem maximalen Drehmoment von 330 Newtonmetern ist der 130 PS starke 1,7-Liter-Diesel (Edition-Version: 23.775 Euro/Frontantrieb) ausreichend antritts- und durchzugsstark. Da der letzte Gang des Sechsgang-Getriebes etwas länger ausgelegt ist, fehlt es bei höheren Geschwindigkeiten jedoch etwas an Elastizität. Andererseits wirkt sich die Abstimmung des Getriebes positiv auf den Verbrauch aus. Selbst wenn die volle Leistung häufig abgerufen wird, steht selten mehr als eine Sieben vor dem Verbrauchskomma.

Bei einem etwas zurückhaltenden Gasfuß sind es 6,3 Liter im Durchschnitt. Etwas mehr Zurückhaltung indes wäre wünschenswert, wenn es um die Arbeitsgeräusche des Motors geht. Die nämlich bringen die entspannende Mokka-Atmosphäre ins Wanken. Der Selbstzünder läuft ziemlich rau und ist schlichtweg zu laut, je höher die Drehzahl, desto störender. Das können andere Aggregate - auch bei Opel - eindeutig besser.

Tadellos dagegen die passive Sicherheitsausstattung. Mit dem serienmäßigen Tempomat inklusive Geschwindigkeitsbegrenzer, Berg-an-und-ab-Fahr-Assistent sowie Fernlichtassistent wird der Fahrer aktiv unterstützt. Radio-CD-Soundsystem und Klimaanlage tragen zu Komfort und freizeittypischer Gelassenheit bei.

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