ADAC mahnt zu Vorsicht bei Autozubehör aus dem Internet

Von: dapd
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München. Der ADAC in München mahnt zu Vorsicht bei im Internet angebotenen Autozubehör. Oftmals seien diese Produkte nicht nur überflüssig, sondern auch gefährlich.

Als ein Beispiel nennt ADAC-Sprecher Christian Buric Düsen, „die Wasserdampf seitlich aus den Kotflügeln spritzen und vortäuschen sollen, dass ein Auto mit einer leistungssteigernden Lachgas-Einspritzung ausgerüstet ist”. Einbau und Betrieb eines solchen NOS-Fake seien verboten. Andere Verkehrsteilnehmer würden durch den Wasserdampf erschreckt. Dies könne zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen.

Immer wieder zu beobachten seien Sitzauflagen mit Holzkugeln. Auch ihr Einsatz könne gefährliche Folgen haben, sagt Buric. Bei einem Unfall könnten sie dazu führen, dass der Autofahrer unter dem Gurt durchrutsche und schwere Verletzungen erleide. Daher empfiehlt der ADAC, Sitz-Schonbezuge mit Prüfzeichen zu verwenden, die sich rutschfest befestigen lassen. Zudem sollten sie eventuellen Sitz-Airbags angepasst sein.

Einzeln angebotene Airbag-Abdeckungen, die es bei den Autoherstellern aus Sicherheitsgründen nicht als separates Ersatzteil gebe, könnten ebenfalls gefährlich werden. Wenn eine Abdeckung beschädigt sei, müsse ein Fachmann das komplette Airbag-Modul erneuern. „Bei einzeln ausgetauschten Airbag-Abdeckungen ist nicht sichergestellt, dass sie sich bei einem Unfall, wie vorgesehen, öffnen”, sagt Buric und rät dringend davon ab, Airbag-Abdeckungen zu reparieren oder einzeln auszutauschen.

In die Kategorie gefährlicher Unfug gehören laut Buric sogenannte Einschlafwarner. Die sollten hinter das Ohr geklemmt Alarm auslösen, wenn der Kopf des Autofahrers nach vorne kippe. „Diese angeblichen Warner suggerieren eine falsche Sicherheit, weil sie nicht zuverlässig funktionieren. Abgesehen davon, reagieren sie erst auf das Sinken des Kopfes”, kritisiert Buric. In einem solchen Fall könne aber der Sekundenschlaf längst eingetreten sein. dapd.djn/nom/mwa
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