Paris - Unvergessene Lady Di: Tunnel-Rummel in Paris

Unvergessene Lady Di: Tunnel-Rummel in Paris

Von: Ralf E. Krüger, dpa
Letzte Aktualisierung:
Lady Di Tunnel Rummel
Am 31. August 2010 jährte sich der Todestag von Prinzessin Diana und Dodi-al-Fayed zum 13. Mal, und am Pariser Alma-Tunnel ist der Diana-Rummel nicht abgeebbt. Treffpunkt ist die Goldene Flamme, ein Denkmal über dem Alma-Tunnel, das vor dem spektakulären Unfall selbst in der Nachbarschaft kaum jemand wahrgenommen hatte und das nun zum Diana-Memorial wurde. Es ist eine Kopie der Flamme, die New Yorks Freiheits-Statue in Händen hält. Foto: dpa

Paris. Eine rote Rose, Blumentöpfe, Bilder, Widmungen, Fotos - und eine große 13 in einem herzförmigen Nelkengesteck: Am Pariser Alma-Tunnel ist der Diana-Rummel nicht abgeebbt.

Am 31. August jährte sich der Todestag von Prinzessin Diana und Dodi-al- Fayed zum 13. Mal. „Sie ist einfach unvergesslich”, sagt Jean Lemoigne, der neben dem Tunnel einen Konfektstand aufgebaut hat. Ob sich das Geschäft lohnt? „Sonst wäre ich nicht hier”, sagt der Franzose grinsend mit Blick auf die zahlreichen Touristen, die staunend und mitunter etwas ratlos an dem Tunnel stehen.

Der tragische Unfalltod von Prinzessin Diana und ihrem Geliebten Dodi Al-Fayed am 31. August 1997 im Pariser Alma-Tunnel ist mehrfach untersucht worden - dennoch umgeben ihn noch immer Spekulationen aller Art. Am Todestunnel diskutieren Anhänger von Verschwörungstheorien ebenso wie diejenigen, die Lady Di noch immer im verklärten Rückblick als eine Art Heilige sehen.

Ihr aller Treffpunkt ist die Goldene Flamme - ein Denkmal über dem Alma-Tunnel, das vor dem spektakulären Unfall in direkter Nachbarschaft kaum jemand wahrgenommen hatte und das nun zum Diana-Memorial wurde.

Es ist eine Kopie der Flamme, die New Yorks Freiheits-Statue in Händen hält. Sie wurde als Symbol der französisch-amerikanischen Freundschaft im Jahr 1987 errichtet. Seit dem Tod der Prinzessin hat sie eine neue Bestimmung gefunden. Die Stadtverwaltung zeigt allerdings wenig Begeisterung für den Tunnel-Rummel: Sie säubert die Wallfahrts-Stätte regelmäßig und entfernt die Bilder, die aber wenig später in ähnlicher Form wieder an Ort und Stelle zu sehen sind.

Täglich fotografieren dort je nach Jahreszeit mal mehr, mal weniger Touristen oder kleben Zettel in allen möglichen Sprachen auf den schwarzen Marmor.

Rote Herzen allüberall. „Ein Leben voller Liebe”, heißt es auf angeklebten Zetteln, oder: „Schon 13 Jahre - dieses Drama im Alma- Tunnel wird nie vergessen werden!” Ein Vater versucht seiner Tochter zu erklären, wie es zum Drama kam. Mit Blick auf den ebenfalls tödlich verunglückten Chauffeur, der mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Tunnelpfeiler raste, meint er: „Er hatte ein wenig getrunken, deshalb waren seine Reflexe nicht mehr so gut.”

Kopfschütteln bei anderen, die diese Theorie nicht glauben wollen. „Eines Tages wird die Wahrheit rauskommen”, meint ein grauhaariger Lady-Di-Verehrer, der seine Frau vor dem Denkmal fotografiert.

Während unten an der Tunneleinfahrt der Verkehr wie eh und je wieder dahin rauscht, klicken von oben die Kameraobjektive. Barrieren verhindern mittlerweile, dass sich allzu neugierige Lady-Di-Bewunderer in die enge Tunnelröhre begeben, um dort auch den Unfallort am 13. Pfeiler zu fotografieren.

Es seien nicht mehr ganze Scharen wie in den Anfangsjahren, meint ein Blumenhändler in der Nachbarschaft, „aber immer noch eine Menge”. Neben urlaubenden Paris-Bummlern suchen manche Globetrotter den Ort gezielt auf. Einige haben ihre Route genau geplant: Im Internet gibt es zahlreiche Hinweise auf dieses Denkmal der besonderen Art.
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