München - Therapie der Amok-Opfer kostet vermutlich Millionen

Therapie der Amok-Opfer kostet vermutlich Millionen

Von: ddp
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München. Die psychologische Behandlung der Hinterbliebenen und Zeugen des Amoklaufes von Winnenden wird vermutlich mehrere Millionen Euro kosten.

Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus” unter Berufung auf die für den Versicherungsschutz der Schüler zuständige Unfallkasse Baden-Württemberg am Samstag.

Derzeit wird geprüft, wie viele Opfer der Tat vom 11. März Hilfe brauchen. „Wir haben Fragebögen an die 580 Schüler, zwei Sekretärinnen, den Hausmeister und die angestellten Lehrer der Albertville-Realschule verteilt”, sagt Bernd Heininger von der Unfallkasse dem Magazin.

Die Erfahrungen aus Erfurt zeigten, wie langwierig die Nachsorge ist. Fast sieben Jahre nach dem Amoklauf im Erfurter Gutenberg-Gymnasium, werden laut „Focus” weiterhin 15 Betroffene psychologisch behandelt. Mehr als fünf Millionen Euro habe die Thüringer Unfallkasse bislang in Traumatherapien und Renten der Opfer investiert.

Bei dem Amoklauf in Winnenden hatte der 17-jährige Tim K. acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen der Realschule getötet. Auf seiner anschließenden Flucht erschoss er zudem drei Passanten, bevor er sich bei einem Schusswechsel mit Polizisten selbst tötete.
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