Geilenkirchen - „The Voice Kids“: Debbie Schippers aus Geilenkirchen lebt ihren Traum

„The Voice Kids“: Debbie Schippers aus Geilenkirchen lebt ihren Traum

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Die „wohl bekannteste Geilenkirchenerin“ Debbie Schippers ist ab Sonntag als Moderatorin der neuen Staffel von „The Voice Kids“ bei Sat.1 zu sehen. Mittlerweile wohnt sie in Berlin und tritt jeden Freitag als Sängerin in angesagten Hauptstadt-Clubs auf. Foto: Anelia Janeva
Thore Schölermann und Debbie Schippers
Die Moderatoren Thore Schölermann und Debbie Schippers. Foto: dpa
Debbie Schippers
In der dritten Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“ belegte sie den vierten Platz. Foto: dpa

Geilenkirchen. Viele erinnern sich bestimmt noch an das quirlige, junge Mädchen mit der schwarzen Mähne, das in der dritten Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“ den vierten Platz belegte. Innerhalb kürzester Zeit avancierte Debbie Schippers zum Publikumsliebling – und wurde zur „wohl bekanntesten Geilenkirchenerin“.

Ab Sonntag ist die 20-Jährige wieder im Fernsehen zu sehen. Sie übernimmt die Moderation an der Seite von Thore Schölermann in der neuen Staffel von „The Voice Kids“. Mit Katharina Menne sprach sie über ihre Erfahrungen am Set, warum man von den Kindern viel lernen kann und was sie noch mit ihrer Heimat verbindet.

Nach dem Erfolg bei „The Voice of Germany“ ist es etwas ruhiger um Sie geworden. Ein eigenes Album gibt es noch nicht. Was ist seit der Teilnahme passiert?

Schippers: Ich habe in der Zeit mein Abitur, aber vor allem viel Musik gemacht. Auch habe ich mir die Zeit genommen, mich selbst zu finden. Alles ist überflutet von austauschbaren Sachen. Ich möchte anders sein und trotzdem ich selbst.

Ich wohne mittlerweile in Berlin. Das war mein Traum, seit ich das erste Mal auf Klassenfahrt hier war. Die Stadt passt sehr gut zu mir – sie ist bunt, groß, laut und ein bisschen verrückt. Auch habe ich in den letzten Jahren viele Songs geschrieben, trete fast jeden Freitag in Berliner Clubs auf. Es läuft gut. Ich verdiene mein Geld mit dem, was ich liebe.

Sie haben gesagt, dass Sie Ihre eigenen Songs schreiben. Das macht nicht jeder. Ist Ihnen das wichtig?

Schippers: Das ist mir unfassbar wichtig. Ich würde ja auch nicht aus fremden Tagebüchern vorlesen, sondern, wenn überhaupt, immer nur aus meinem eigenen. Ich habe in den letzten Jahren unzählige Songs geschrieben, in denen ich alles verarbeitet habe, was mich bewegt hat. Am besten passt dazu der Spruch von Meryl Streep: „Take your broken heart and turn it into art“ – das ist gewissermaßen mein Lebensmotto.

Wie kam es denn dazu, dass Sie die Moderation bei „The Voice Kids“ übernommen haben?

Schippers: Ich bin den Verantwortlichen wohl im Kopf geblieben, denn sie haben mich einfach gefragt, ob ich Lust dazu habe. Und ich habe „Ja“ gesagt. Ich war damals die Jüngste in der Staffel – kaum älter als die ältesten Kinder bei „The Voice Kids“. Ich kann gut nachempfinden, was den Kindern durch den Kopf geht und wie sie sich fühlen, bevor sie raus auf die Bühne gehen.

Gibt es etwas, dass Sie beim Moderieren besonders herausfordert?

Schippers: Nein, ich versuche einfach authentisch und locker zu sein. Ich denke, das kommt beim Publikum am besten an. Worauf ich mich konzentrieren muss, ist, langsam und deutlich zu sprechen. Das ist vielleicht die größte Herausforderung. Nervös war ich vor der ersten Sendung natürlich trotzdem.

Sehen Sie manchmal etwas von sich selbst in den Kindern?

Schippers: Absolut. Da gibt es viele Gemeinsamkeiten. Ich stand ja auch schon als Kind gerne auf der Bühne. Ich mache mit ihnen kleine Übungen bevor sie raus gehen und versuche, ihnen die Nervosität zu nehmen, indem ich mit ihnen über ihre Hobbies spreche oder mit ihnen tanze. Ich finde die Jungs und Mädchen so unglaublich mutig – und noch so echt. Warum verlieren wir diese Furchtlosigkeit und Natürlichkeit wenn wir älter werden?

Wie gehen Sie damit um, dass Sie auch Vorbild für viele junge Menschen sind?

Schippers: Ich bin mir natürlich bewusst, dass viele Leute sehen, was ich mache, was ich anziehe und wie ich mich verhalte. Aber ich möchte mich davon gar nicht zu sehr beeinflussen lassen. Das Wichtigste ist, dass man sich selbst treu bleibt und seinem Bauchgefühl traut.

Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern – da ging es auch viel um Vertrauen und Freiheiten. Den Kindern in der Show möchte ich das Gefühl vermitteln, dass sie so, wie sie sind, genau richtig sind. So, wie es mir auch meine Eltern immer gesagt haben.

Wie oft sind Sie noch in Geilenkirchen? Vermissen Sie Ihre alte Heimat?

Schippers: Natürlich wohnt meine Familie noch da und ein paar Schulfreunde, aber mein Lebensmittelpunkt ist jetzt Berlin. Da fühle ich mich wohl und da habe ich neue Freunde gefunden. An Geilenkirchen hängen viele Erinnerungen. Einmal im Monat versuche ich trotzdem herzukommen – vor allem wegen meinen Verwandten.

Haben die Kinder bei „The Voice Kids“ etwas gemeinsam – abgesehen davon, dass sie alle gut singen können?

Schippers: Sie haben gemeinsam, dass sie alle unterschiedlich sind. Es sind richtige Charakterköpfe dabei, die ganz genau wissen, was sie wollen. Einige überraschen mich immer wieder. Ihre Emotionen sind so mitreißend – ich fiebere mit jedem Einzelnen mit. Ich bin sehr froh, dass ich ein Teil davon sein darf.

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