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Sauberes Wasser für Bangladesch

Von: zva
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Eine sichere Quelle? Die zehnjährige Sharmin (siehe auch Logobild) trinkt aus dem Brunnen ihres Dorfes im Osten vom Bangladesch. Zahllose Brunnen des Landes sind mit Arsen verseucht. Das Gift gelangt aus dem Gestein des nahen Himalayas ins Grundwasser. Foto: Silke Fock-Kutsch

Aachen. Sie trinken Wasser, das mit Arsen verseucht ist, erkranken schleichend und sterben qualvoll. Millionen Menschen in Bangladesch sind auf gifthaltiges Grundwasser angewiesen, das vom nahen Himalaya durch das Gestein sickert.

Für unsere diesjährige Unicef-Weihnachtsaktion recherchierten unser Redakteur Manfred Kutsch und seine Frau Silke „die global größte Vergiftungswelle“, so die Weltgesundheitsorganisation WHO, eine der stillen Katastrophen unserer Welt. Sie reisten in die Provinz Manoharganj nahe der indischen Grenze, wo nur 85 Prozent der rund 245000 Bewohner Zugang zu sauberem Wasser haben. Bangladesch, ein vergessenes Land. In Deutschland wird der knapp über dem Meeresspiegel liegende südasiatische Flecken Erde nur wahrgenommen, wenn die Billiglöhne in der dortigen Textilindustrie diskutiert werden oder Fernsehbilder von Überschwemmungen für mediale Aufmerksamkeit sorgen.

Der mit 158 Millionen Menschen bevölkerungsdichteste Staat der Welt ist trotz aufkeimender Industrie zu weiten Teilen völlig verarmt, hat weder Bodenschätze noch Tourismus. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei nur 360 Euro pro Kopf. Sieben Millionen Kinder müssen arbeiten, um zu überleben.

Unsere Zeitung hatte Einblick in ein Programm von Unicef, das Arsenopfern und Kinderarbeitern hilft. Weitere Spenden werden den Opfern der barbarischen Säureattentaten zufließen. Frauen und Kinder werden dabei von Männern zumeist aus Rache verätzen. Wir besuchten in der Hauptstadt Dhaka eine Stiftung, die sich um die Opfer kümmert und dafür 2007 den Menschenrechtspreis von Amnesty International erhielt.

Spendenkonto 331900, Sparkasse Aachen, Empfänger Unicef

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