Römisches Spektakel live: Ben Hur in der Color Line Arena

Von: Carola Große-Wilde, dpa
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Ben Hur
Mit einem historischen Quadriga-Gespann fährt ein Darsteller in der Color Line Arena in Hamburg bei der Deutschlandpremiere der monumentalen Arena-Show „Ben Hur Live” durch die Arena. Rund 400 Darsteller sowie 100 Tiere versetzen die Zuschauer auf einer 360-Grad-Bühne mit Wagenrennen, Gladiatoren und Galeeren in die Zeit der Römer. Foto: dpa

Hamburg. Fünf Quadrigen fahren unter Fanfarentönen in die Arena. Die römischen Wagenlenker heben die Arme. „Da kommt Judah Ben Hur aus Judäa”, ruft der Stadionsprecher. Ben Hur lenkt den weißen Streitwagen mit den vier weißen Hengsten.

Neben ihm fährt sein früherer Freund und Widersacher, der Römer Messala, mit seinem roten Streitwagen, der von schwarzen Hengsten gezogen wird. Dann senkt sich die Fahne, das Rennen geht los. Staub wirbelt, die Pferde schnauben und die 8000 Zuschauer in der Arena halten den Atem an: Da, der Fahrer des grünen Streitwagens verliert ein Rad, er muss aufgeben.

Das antike Wagenrennen war zweifelsohne der Höhepunkt bei der Deutschland-Premiere von „Ben Hur live” am Freitagabend in der Hamburger Color Line Arena. „So etwas hat die Welt noch nicht gesehen”, „eine Zeitreise in die Vergangenheit”, hatte der Stadionsprecher das Spectaculum angekündigt.

Tatsächlich werden die Zuschauer in die Welt der Antike versetzt: Gaukler, Bauchtänzerinnen und fahrende Händler lassen die Stadt Jerusalem lebendig werden, römische Soldaten marschieren auf und geben zu verstehen, wer hier das Sagen hat.

Das Spektakel fußt auf der Romanvorlage von Lewis Wallace aus dem Jahr 1880, die 1959 mit Charlton Heston in der Hauptrolle verfilmt wurde und elf Oscars gewann.

Der jüdische Prinz Judah Ben Hur wird fälschlicherweise des Mordversuchs an einem römischen Gouverneur angeklagt und dabei von seinem besten Freund Messala hintergangen. Seine Mutter und seine Schwester werden in den Kerker geworfen, er selbst kommt als Sklave auf eine Galeere, rettet während einer Schlacht einen römischen General und gelangt so - nach Rache dürstend - zurück nach Jerusalem. Beim waghalsigen Wagenrennen trifft er schließlich auf seinen Widersacher.

400 Darsteller und 100 Tiere bringen das Geschehen in den Innenraum der Arena. Sie sprechen lateinisch und aramäisch - was so manchen Latein-Lehrer freuen dürfte, für die Zuschauer aber etwas befremdlich wirkt. Deshalb fasst Erzähler Ben Becker das Geschehen auf der 2500 Quadratmeter großen Bühne für alle zusammen.

Produzent der Show der Superlative ist der Münchner Franz Abraham, der schon „Carmina Burana” und „Aida” fürs Stadion inszenierte. Nach Hamburg ist „Ben Hur Live” noch in Stuttgart, München und Gelsenkirchen zu sehen, bevor die Show auf Europa-Tournee geht.
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