„Prinz Pils” des Jetset: Willem-Alexander kauft Ranch in Südamerika

Von: Thomas Burmeister, dpa
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prins willem und maxima
Nach einer Ferienvilla in Afrika haben sich der holländische Kronprinz Willem-Alexander und seine argentinische Prinzessin Maxima nun eine weiteren Immobilien-Traum erfüllt: Für fast eine Million Euro kaufte das Thronfolgerpaar eine malerisch gelegene Ranch in der südamerikanischen Heimat der Prinzessin. Nun wird für das 1500 Hektar große königliche Anwesen am Fuße der Anden unweit des Wintersport-Paradieses San Carlos de Bariloche ein Verwalter gesucht. Foto: dpa

Amsterdam. Einst wurde er als biertrinkender „Prinz Pils” verspottet. Dann erlebte man ihn als ernsthaften UN-Experten für Wasser- und Umweltschutz. Schon lange wird er an europäischen Höfen um seine elegante Prinzessin Máxima beneidet.

Jetzt sind der niederländische Thronfolger Willem-Alexander und seine argentinische Frau endgültig in die Spitzengruppe der internationalen Adels-Promis vorgestoßen. Seit Freitag dürfen sie zum weltweiten Jetset gezählt werden - jenen Schönen und Reichen, deren Leben sich an ständig wechselnden exotischen Schauplätzen abspielt. Nicht alle Holländer sind begeistert.

Nach einer Luxus-Villa am Indischen Ozean im südlichen Afrika hat der künftige König sich nun eine malerisch gelegene Ranch in Südamerika zugelegt. Die Ranch „La Estancia Pipilcura” am Fuße der Anden in der argentinischen Heimat von Máxima sei wirklich für „einen Apfel und ein Ei” weggegangen, beteuert der Makler Federico Bernhard van Ditmar in der Zeitung „de Volkskrant”. Eine Million Euro - was ist das schon für ein 1500 Hektar großes Anwesen am romantischen Fluss Rio Pichi Leufu mit Blick auf schneebedeckte Berge unweit des Wintersport-Paradieses San Carlos de Bariloche?

Dumm war nur, dass die Nachricht vom Ankauf eines zweiten exotischen „Traumschlosses” den Untertanen ausgerechnet an jenem Tag präsentiert wurde, an dem das staatliche Amt für Statistik die neuesten Wirtschaftsdaten bekanntgab: Produktion und Export sind weiter gesunken, das Königreich der Niederlande steckt nun auch offiziell mitten in einer Rezession, Zehntausende von Jobs sind in Gefahr. Da bekommt mancher angesichts des Immobilien-Shopping des Thronfolgers einen dicken Hals.

„Na, klar”, sagt der Abgeordnete Ronald van Raak von der Sozialistischen Partei mit unverkennbarer Ironie, „ich gönne doch jedem von uns eine Villa in Patagonien.” Und Alexander Pechtold von der linksliberalen Partei Democraten 66 fügt hinzu: „Das ist ungeschickt in einer Zeit, da viele um ihre Hauskredite bangen.”

Wohl auch, um erneuten Diskussionen über die Finanzierung der königlichen Familie zuvorzukommen, versicherte das staatliche Presseamt: Nicht ein einziger Steuer-Cent sei in den Ranch-Kauf des Thronfolgers geflossen. Ansonsten aber mache man zu Investitionen des Prinzen grundsätzlich keine Angaben. „Das ist Privatsache.”

So ähnlich sehen das wohl auch andere Prominente, zu deren Nachbarn Willem-Alexander und Máxima nun immer wieder mal gehören werden. Diskretion wird in der schönen Ranch-Region in der Provinz Rio Negro groß geschrieben. Etliche Milliardäre besitzen dort Anwesen - von der italienischen Modemacher-Familie Benetton bis hin zum amerikanischen Medienmagnaten und CNN-Gründer Ted Turner.

In bester Jetset-Gesellschaft befinden sich die holländisch- argentinischen Royals samt ihrer drei kleinen Töchter wohl auch, wenn sie künftig ihr afrikanisches Refugium aufsuchen. Unter den „europäischen Freunden” des Paares, die sich ebenfalls in die noch im Bau befindliche Villenanlage auf der zu Mosambik gehörenden Halbinsel Machangulo eingekauft haben, gibt es nach Angaben der Zeitung „De Telegraaf” einige blaublütige Hochkaräter - neben anderen der belgische Kronprinz Philippe und dessen Frau Mathilde sowie der spanische Thronfolger Felipe.
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