Oostende: Tippgemeinschaft jagt ihren Lottoverkäufer

Von: sim
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Oostende. Nichts wie weg: Der Betreiber einer Lottoannahmestelle im belgischen Oostende hat sich aus dem Staub gemacht, weil er den Lottoschein einer Tippgemeinschaft nicht weitergeleitet hatte. Auf den Tipp war am Wochenende ein Gewinn von 73.000 Euro gefallen.

Der Lottoverkäufer, dessen Name das Limburgs Dagblad in seinem Onlinedienst mit Martin Daemen (62) angibt, hatte sein Geschäft am Montag Hals über Kopf verlassen. Ausweispapiere und Handy ließ er zurück. Die Polizei hat eine Fahndung nach ihm eingeleitet.

Noch rätseln die Tipper, ob das ganze ein Versehen war, oder ob der Geschäftsmann den Spieleinsatz in die eigene Tasche gesteckt hat in der Hoffnung, der Tippschein werde schon leer ausgehen.

Die zehn Tipper spielen schon seit Jahren einen gemeinsamen Tippschein. „Das schlimmste ist, dass Martin uns das nicht zum ersten mal gelappt hat”, wird einer der Mitspieler zitiert. Vor einigen Jahren seien der Gruppe auf diese Weise schon einmal 7500 Euro entgangen.

Daemen habe sich tausend Mal entschuldigt, aber von dem Geld hätten die Lottospieler nichts gesehen.

Die belgische Lottozentrale bedauerte, nichts für die enttäuschten Tipper tun zu können. Ein Sprecher sagte: „Der Tippschein existiert offiziell gar nicht. Er ist durch den Verkäufer nicht registriert worden.”
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