Neues Salz für NRW geliefert

Von: ddp-nrw
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Tonnenweise, aber mit Fingerspitzengefühl wird das Salz ausgebracht. Langsam jedoch wird das Streumaterial im knapp. Foto: ddp

Düsseldorf. Winterliche Straßenverhältnisse haben auch am Dienstag den Verkehr in Nordrhein-Westfalen behindert. Die Landesleitstelle der Polizei in Duisburg warnte vor glatten Fahrbahnen und rief Autofahrer zu einer umsichtigen Fahrweise auf.

Über 30 Unfälle zählte die Polizei allein im Rhein-Erft-Kreis am Morgen und am Vormittag. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt, es entstand ein Sachschaden von mehr als 100 .000 Euro. In der Region Aachen setzten spiegelglatte Fahrbahnen den Verkehrsteilnehmern zu - es kam zu mehreren Karambolagen.

In Halle (Kreis Gütersloh) stellte eine Straßenmeisterei ihren Winterdienst vorübergehend ein, weil sie kein Streusalz mehr hatte. Betroffen waren die Regionen Bielefeld, Gütersloh und Lippe. Die Polizei wurde gebeten, auch die Rettungsleitstellen der Feuerwehren zu informieren. Zudem wurde bis auf weiteres keine Rufbereitschaft für den Winterdienst eingerichtet. Für etwas Entspannung sorgte am Dienstag zunächst eine neue Salzlieferung, die beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen ankam. 100 Sattelzüge mit insgesamt 2600 Tonnen Streusalz könnten nun an die Autobahn- sowie Straßenmeistereien im Land verteilt werden, sagte der Sprecher von Straßen.NRW, Bernhard Meier, in Gelsenkirchen. Dazu zähle auch die Straßenmeisterei in Halle.

Nach Angaben von Meier bleibt die Situation aber trotz der Lieferung angespannt. „Wir bewegen uns weiter in der Mangelverwaltung”, erklärte er. Die Lager der Autobahn- und Straßenmeistereien seien leer, an einem „vollen Wintertag” würden rund 10.000 Tonnen Streusalz benötigt. Sollte es in den kommenden Tagen zu Niederschlägen mit Glatteis kommen, könnte es auf den Straßen in NRW massive Probleme geben.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) drohen im Laufe des Mittwochs Schneeregen und gefrierender Regen, die vor allem am Abend und in der Nacht für Glatteis sorgen können. Bis Freitag dürften die Temperaturen tagsüber im Plusbereich liegen, allerdings droht schon zum Wochenende wieder Kaltluft und Schneefall ab 300 Metern, wie ein DWD-Meteorologe sagte.

Die große Nachfrage nach Streusalz wird nach Ansicht von Branchenvertretern vermutlich noch bis Ende Februar anhalten. Die Vorräte für diese Saison seien schon aufgebraucht, sagte der Sprecher der K+S Aktiengesellschaft, Ulrich Göbel, in Kassel. Derzeit könne nur noch aus der aktuellen Tagesproduktion geliefert werden. Das seien rund 30.000 Tonnen Streusalz aus sechs Steinsalz- oder Kaliwerken pro Tag - darunter auch ein Werk im niederrheinischen Rheinberg. Nach Angaben von Göbel sind in Rheinberg rund 420 Mitarbeiter beschäftigt.

In diesem Steinsalzwerk sowie den weiteren Standorten werde seit der Vorweihnachtszeit im Drei-Schichten-Betrieb gearbeitet. Mehr sei nicht machbar. Zudem seien auch die Vorräte von mehr als 800.000 Tonnen des Unternehmens schon aufgebraucht.
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