„Miss Plastic”: Preis für Ungarin nach Schönheits-OP

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"Miss Plastic"
Miss Plastic 2009: Reka Urban (Mitte, Siegerin), Edina Kulcsar (rechts, 2.) und Alexandra Horvath (links, 3.).

Budapest. Neue Brüste, neue Nase, gestraffte Schenkel: Was andere Frauen lieber verschweigen, zeigten 18 Ungarinnen stolz der Öffentlichkeit. Unter dem Motto „Miss Plastic„ stellten sie sich einem Wettbewerb, bei dem es darauf ankam, dass nicht jeder Körperteil natürlich ist.

Das Rennen machte die 22-jährige Reka Urban, die erst in diesem Jahr ihre Brüste vergrößern ließ. Auf die Frage, ob sie weitere Schönheitsoperationen plane, antwortete die Siegerin entschieden mit „Nein”.

Bedingung für den Gang über den Catwalk in Budapest war, dass sich die Kandidatinnen schon einmal aus ästhetischen Gründen unters Messer gelegt haben. Eine simple Behandlung mit dem Anti-Falten-Mittel Botox reichte nicht aus, wie die Nachrichtenagentur MTI berichtete.

Siegerin Reka Urban bekam als Preis eine Wohnung in Budapest. Platz zwei belegte eine Teilnehmerin, deren Nase korrigiert worden war. Platz drei sowie den Publikumspreis ergatterten Frauen, die der Jury mit operierten Brüsten imponiert hatten.

Glück im Unglück hatte die Drittplatzierte Alexandra Horvath. Einen Tag vor dem Wettbewerb war sie auf einer Treppe gestürzt und hatte ihren Fußknöchel verstaucht. Ihr bandagierter Fuß war das einzige Zeichen eines ärztlichen Eingriffs bei diesem Wettbewerb, denn die Juroren legten Wert darauf, dass die Damen trotz Schönheitsoperationen natürlich aussahen.

Acht Tage vor der Show waren die Damen in Klausur gegangen, um zu lernen, wie man auf dem Laufsteg „richtig” geht. Weniger nötig als die Konkurrentinnen hatte dies die Siegerin. Sie hatte bereits vorher bei einigen konventionellen Schönheitswettbewerben gut abgeschnitten.

Die Organisatoren von „Miss Plastic” - mehrere Privatpersonen, Schönheitskliniken und Firmen - erklärten, Ziel dieser Show sei es gewesen, für Schönheitschirurgie zu werben. Im Gegensatz zu anderen Ländern seien diese Eingriffe in Ungarn immer noch stark mit Vorurteilen belastet.
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